/ Wort zum Tag

2. Korinther 1,20

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.“

2. Korinther 1,20

Man sagt: Nichts ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Da werden die gesprochenen Gebete und die gehaltene Predigt mit einem kräftigen Amen beendet. So geschieht es an jedem Sonntag. Darauf kann man setzen. Kein Gottesdienst wird gehalten ohne das Amen. Predigttexte variieren, Pastoren kommen und gehen, das Amen aber bleibt. Es drückt ein kräftiges Ja, eine Bestätigung des Gesagten aus. Wenn die Gemeinde dann mit einem Amen antwortet, so heißt das: Wir stellen uns bewusst hinter das Gesagte und Gebetete. – Nun will ich nicht ausschließen, dass manchmal das Amen sehr gedankenlos gesagt werden kann, weil doch alles, was sich stark wiederholt mit der Zeit abgegriffen und entwertet werden könnte. Darum sollte jeder, ob auf oder unter der Kanzel daran denken, dass er sich mit seinem Amen hinter das Gesagte stellt: Ja, so soll es sein! – Um ja und Amen geht es auch in unserem heutigen Bibelvers. Paulus schreibt in einem Brief an Christen in Korinth: „Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.“ Paulus erinnert die Gemeinde daran, dass Gott sehr viele Zusagen gemacht hat, in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen. Während unsere Versprechungen oft genug nichts als hohle Worte waren, bedeuten Gottes Verheißungen sehr viel. Er steht zu dem, was er gesagt hat. Etliche Gotteszusagen bezogen sich im Alten Testament auf das Kommen von Jesus Christus. Bis in Details sprachen die Verheißungen von dem Messias, dem Retter, den Gott für sein Volk und für die ganze Welt senden würde. An Weihnachten begann sich das alles zu erfüllen. Somit ist Jesus Christus, wie es unser Bibelvers sagt, das Ja auf die Gottesverheißungen. In ihm hat sich Entscheidendes erfüllt. Dieser Herr und Messias aber hat nun seinerseits eine Menge Zusagen gemacht, die unser Leben betreffen. So verspricht Jesus zum Beispiel denen, die ihm vertrauen, ewiges Leben, eine Zukunft, die nicht einmal der Tod in Frage stellen kann. Auch das, was uns Menschen schwer belastet, unsere Trennung von unserem Schöpfer, von Gott, kann durch Jesus aufgehoben werden. Er bietet Vergebung an und ein Leben in Gemeinschaft mit Gott. – Als eine besonders starke Verheißung empfinde ich das, was Jesus unmittelbar vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern versprochen hatte: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Weltzeit.“ Da geht es also um eine innere Verbindung, die wirklich nichts und niemand auflösen kann. – Heute bin ich gefragt, wie ich mit solchen und anderen Verheißungen, die ja auch mir gelten, umgehe? Nehme ich sie lediglich mehr oder weniger interessiert zur Kenntnis oder baue ich mein Leben darauf auf? Ich will heute mein Ja zu den Gottesverheißungen sprechen. Die Zusage der Bibel, dass mein Leben durch Vergebung entlastet und neu werden kann, sie gilt auch heute, sie gilt für mich. Konkret will ich damit rechnen, dass Jesus auf allen Schritten durch diesen Tag bei mir ist. Indem ich Ja zu diesen Verheißungen sage, lobe ich Gott, der sich für mich erklärt hat. Das macht mein Leben reich.
 


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