/ Wort zum Tag

1. Mose 21,17-18

Bibelvers

"Der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat gehört die Stimme des Knaben, der dort liegt. Steh auf, nimm den Knaben und führe ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum großen Volk machen."

1. Mose 21,17-18

Hagar – die ägyptische Magd – eine exotische Schönheit. Die Schöne, die Flüchtige, die Fremde – das klingt alles in dem Namen Hagar. Mein subjektives Bild – wenn ich den Namen HAGAR höre - geht aber eher in Richtung ‚hager‘ – wie dürr, ausgemergelt, entkräftet. Ihre exotische Schönheit nützt ihr nichts, denn ihre Chefin hat sie in die Wüste geschickt – im wahrsten Sinne des Wortes – mit ihrem 13-jährigen Jungen – und einen Schlauch Wasser hat ihr der Vater des Jungen noch miteingepackt.

Sind Sie schon mal in die Wüste geschickt worden?
Fußballtrainer werden ja ziemlich regelmäßig in die Wüste geschickt – aber die sind einigermaßen abgesichert. Jemandem den Laufpass geben, jemandem den Stuhl vor die Tür setzen, jemandem kündigen, jemanden entlassen, fortschicken, rausschmeißen, rauswerfen, wegschicken oder einfach ignorieren. 100%ig können wir uns auf Menschen nicht verlassen. Soziale Netze sind gut, aber nicht alles. Egoistische Interessen einzelner können sich durchsetzen.

Hagar erfährt das. Ihren Jungen hat sie unter einen Busch geworfen – Schatten – das letzte, was sie für ihn tun kann. Sie selber sitzt einen Bogenschuss weit entfernt – ihm gegenüber – sie kann es nicht mit ansehen wie er stirbt – und weint. Hass, Wut und Ohnmacht. Trauer und Hoffnungslosigkeit haben sich ihrer bemächtigt. Es ist aussichtslos. Keine Chance auf Verbesserung der Situation.

Da ruft der Engel Gottes Hagar vom Himmel her zu: „Hagar, was ist? Fürchte dich nicht, Gott ist doch da. Er hat deinen Jungen schon schreien gehört – da drüben, wo du ihn hingelegt hast.“
Gott hilft durch sein Reden – er redet vom Himmel her in unser Herz.
Er zeigt damit: ich fühle mit dir und ich bin da. – Selbst wenn sich vielleicht nichts verändert.

„Steh auf, nimm den Jungen, und halt ihn fest an deiner Hand; denn ich will ihn zu einem großen Volk machen“ – so redet Gott weiter. Und er stupst Hagar mit der Nase auf die Aufgabe. Sie liegt vor ihren Füßen. Es ist ihr Junge. Für ihn bist du jetzt da. Lass ihn nicht los – begleite ihn, schütze ihn, fördere ihn.

Gott hilft Hagar durch eine konkrete Aufgabenstellung wieder auf die Beine. Dass Gott dahinter steht und dass er sich mit ihr dafür einsetzen will – das gibt ihr Hoffnung. Er malt ihr das Bild eines großen Volkes vor Augen. – Hier ermutigt Gott durch eine Aufgabe. Wie genial. Schön zu wissen, wofür Gott mich noch gebrauchen will. Was er noch mit mir vorhat.

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