/ Wort zum Tag

Römer 8,14

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Römer 8,14

„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ Das klingt gut. Doch, was ist damit genau gemeint? Was heisst das?

Lassen Sie mich für die Antwort etwas ausholen.

Im 18. & 19. Kapitel des Lukasevangeliums werden kurz nacheinander die Geschichten von zwei Männern erzählt. Der eine scheint ein vornehmer, vermögender und angesehener Mensch zu sein. Er fragt Jesus, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erben und um ein Kind Gottes zu sein. Jesus weist ihn auf die Gebote hin. Er habe sie alle von Jugend an gehalten, bekommt er zur Antwort. Jesus hört diese Reaktion und entgegnet darauf: „So verkaufe, was du besitzest, gib es den Armen und dann folge mir nach.“ Diesmal ist die Reaktion anders: „Doch der Mann wurde sehr traurig, als er das hörte. Denn er hatte sehr viel.“

Der andere Mann, von dem Lukas wenig später erzählt, hat auch viel. Sogar sehr viel. Aber rühmen will ihn deswegen kaum jemand. Ich rede von Zachäus, dem Oberzöllner in Jericho. Er arbeitet mit der römischen Besatzungsmacht zusammen. Und er weiss seine Position gut zu nutzen. Als Jesus in die Stadt kommt, nützt ihm das wenig. Er möchte Jesus unbedingt sehen. Aber weil er klein ist, sieht er im Gedränge nichts. So klettert Zachäus auf einen Baum. Jetzt hat er alles im Blick. Als Jesus unter diesem Baum vorbeikommt, sagt er: „Zachäus, komm schnell runter. Ich möchte bei Dir zu Gast sein.“ Die Leute der Stadt murren: „Zachäus ist doch ein Sünder.“ Über die Reaktion von Zachäus aber heisst es: „Er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.“

Jesus kommt zu ihm. Trotz seines zweifelhaften Rufes. Zachäus spürt diese unbedingte Zuwendung. Von einer Moralpredigt lesen wir nichts. Trotzdem verändert sich im Herzen von Zachäus etwas und er sagt zu Jesus: „Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.“ Als Jesus das hört, sagt er: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist Abrahams Sohn.“

Welcher dieser beiden Männer wurde von Gottes Geist getrieben?

Was hat Zachäus zum Kind Gottes gemacht?

Es war der Mut, Gottes Zuwendung anzunehmen und Jesus bei sich aufzunehmen!

Wage ich es auch, die Segel meines Herzens nach diesem Wind auszurichten und mich von ihm treiben zu lassen? Gerade heute?


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