/ Wort zum Tag

1. Timotheus 4,10

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.

1. Timotheus 4,10

Bei Interviews im Fernsehen, bei festlichen Programmen oder bei Familienfeiern gibt es ein anregendes Spiel. Jemand formuliert einen Halbsatz und ein anderer oder mehrere andere sollen ihn ergänzen. Das möchte ich jetzt mit Ihnen einmal versuchen. Ich möchte Sie bitten, in Gedanken folgenden Halbsatz fortzuführen: „Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, darum …“. Wie würden Sie diesen Satz ergänzen? Was denken Sie, könnte oder sollte man jetzt fortsetzen? Damit  Sie mich richtig verstehen, es gibt nicht eine richtige Antwort. Versuchen  Sie es einmal: „Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, darum ..“, nun, ich mache mal einen Vorschlag, auf den Sie vielleicht schon gekommen sind: „Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, brauchen wir keine Angst vor der Zukunft haben. Sie liegt in Gottes Hand.“ oder „Darum kann ich meine Hände in den Schoß legen, denn mein Heil kann und muss ich nicht selbst schaffen“. Oder? Nun, Ihr Part…

Im 1. Timotheusbrief schreibt Paulus: „Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, darum…. arbeiten wir so hart und kämpfen wir, denn er ist der Retter aller Menschen.“

Hätten Sie das erwartet? Das Geschenk des Glaubens, hören wir bei Paulus, also die Annahme der Rettung -  um es mit dem biblischen Wort auszudrücken - macht nicht passiv, also inaktiv, sondern setzt großes Engagement und Kräfte frei. Es geht nicht um Kopf und Kragen, dass ich mich retten muss, sondern die Liebe Gottes führt dazu, dass ich agiere, handel. Engagiert in der Gestaltung der Welt, engagiert für Mitmenschen, engagiert für meine Familie. Da setzt der Glaube an Jesus Christus Kräfte frei und Wege auf die ich alleine nicht kommen würde.

Das erfahren wir immer wieder in unserer Arbeit in der Berliner Stadtmission bei unserem Dienst für Menschen in Not. Diese Not sieht ganz unterschiedlich aus.

Aber wir fühlen uns nicht als die Retter der anderen und die anderen als Bedürftige, weil wir wissen, dass  wir gerettet sind und Gott jeden einzelnen Menschen liebt, darum bemühen wir uns, anderen dieses Geschenk des Evangeliums deutlich zu machen, damit sie es auch für sich ergreifen können. Keine einfache Aufgabe, weil man das nicht machen kann, aber wir können es uns schenken lassen. So wie die Gnade, die wir unverdient erhalten: Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben. Ein wunderbares Wort, das uns an diesem Tag begleiten soll.  Das macht deutlich: wer das Geschenk des Glaubens, das Geschenk des Evangeliums für sich auspackt, der hat ein großes Feld an Möglichkeiten, diese Welt zu gestalten und für sein Leben Wege zu entdecken, wo Gott ihn haben will. Und dann ist die Welt uns auch nicht mehr gleichgültig „weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, darum arbeiten wir so hart und kämpfen wir, denn er ist der Retter aller Menschen“. Was für eine Lebensperspektive! Und wenn jemand Sie heute fragt nach ihrer Hoffnung, können Sie diese Frage vielleicht ganz unerwartet beantworten.


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