/ Wort zum Tag

Psalm 9,11

Bibelvers

"Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen."

Psalm 9,11

Da habe ich gerade eine richtig gute Erfahrung mit Gott gemacht. Er hat mein Gebet erhört. Er hat in einer ganz schwierigen Lebenssituation geholfen. Ich bin total begeistert. Vergessen sind die Fragen und Zweifel, die mich noch vor kurzem plagten. Ich freue mich über meinen Gott. Alles ist im Lot, alles ist stimmig. Das sind himmlische Augenblicke mitten im Alltag meines irdischen Lebens.
Genau das hat auch der Beter des 9. Psalms gerade so erlebt. Er war bedrängt, wurde verfolgt und ungerecht behandelt. Jetzt hat Gott eingegriffen. Fröhlich stimmt er ein Loblied an: „Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen und erzähle alle deiner Wunder“ (Ps. 9,2).
Er hat seinem Gott vertraut und erfahren, Gott hat mich nicht im Stich gelassen. Er ist davon überzeugt, dass es allen so geht, die auf Gott vertrauen, denn er verlässt die nicht, die ihn, den Herrn suchen.
Menschen, die Gott suchen, sind Menschen, die nicht aufgehört haben zu hoffen, denn sie haben allen Grund dazu.
Wenn der Beter vor etwa 3000 Jahren schon davon überzeugt war, wieviel mehr Grund habe ich doch dann heute. Den Gott, auf den er hofft, den Gott, dem er vertraut ist ja kein anderer, als der Vater von Jesus Christus. Jesus ist der, der uns allen Grund gibt, auf Gott zu hoffen. Wir Menschen sagen: „die Hoffnung stirbt zuletzt“, aber bei ihm stirbt die Hoffnung überhaupt nicht mehr. Er hat den Tod, der uns die letzte Hoffnung rauben kann, besiegt. Er ist von den Toten zurückgekommen. Er ist auferstanden, er lebt und will uns dieses Leben schenken.
Wer Jesus kennt, hat allen Grund zu hoffen. Wer Jesus kennt, der kann sich auf ihn verlassen. Was bedeutet das denn für mein Leben? Mache ich, wenn ich Gott kenne, wenn ich Jesus kenne nur noch gute Erfahrungen? Läuft dann alles glatt?
Ganz sicher nicht. Ich lebe weiter in dieser Welt, wie jeder andere Mensch auch. Ich bin nicht davon befreit ungerecht behandelt zu werden oder nichts mehr zu erleiden. Ja, ich kann auch immer wieder in Situationen kommen, in denen mich Zweifel plagen. Bei all dem bleibt aber die Zusage: „Denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen.“
Ich bin in allem aber nie von Gott verlassen. Selbst dann nicht, wenn es sich für mich anders anfühlt. Auch das weiß der Beter des 9. Psalms, deshalb ruft er Gott immer wieder um Hilfe an: „Sei mir gnädig Herr, sieh auch meine Not, in die mich der Hass meiner Feinde bringt, hol mich heraus aus dem Totenreich“ (Ps. 9,14).
Er ist aber davon überzeugt, dass der Herr für alle Zeiten regiert, dass er „der ganzen Welt  ein gerechtes Urteil spricht und dass er unparteiisch entscheidet über die Völker. Aber den Unterdrückten bietet er sicheren Schutz; in schlimmer Zeit sind sie bei ihm geborgen.
Ich teile die Überzeugung des Beters. Ich verlass mich auf Gott und bin ganz sicher, dass er mich nicht verlassen wird. Hat Jesus mir doch versprochen alle Tage bei mir zu sein, bis ans Ende der Welt.
So mache ich mir die Worte des Beters zu Eigen: „Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen.“
 

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