/ Wort zum Tag

Psalm 117,1

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Lobt den HERRN, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle."

Psalm 117,1

Die heutige Losung aus dem kürzesten Psalm der Bibel kennt in ihrer Aufforderung nur eine Richtung: "Lobt den HERRN, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle." Von Klage oder gar Tadel ist in diesem Psalm keine Rede.
Ist das verboten? Nein, gewiss nicht. In vielen Psalmen kommt die Klage deutlich zu Wort. Wir dürfen Gott natürlich sagen, was uns Kummer macht, was uns ängstigt, was uns zweifeln lässt. Davon mag es manches an diesem Tag geben. Gott ist bereit, es sich anzuhören. Rücken Sie nur heraus damit, wenn Sie etwas plagt!
Aber Gottes Ziel ist, dass wir zum Loben finden, dass wir zum Rühmen kommen.
Ist er denn darauf angewiesen? Sicherlich nicht! Viel eher brauchen wir es. Schon persönlich. Es baut uns auf, wenn uns jemand ein Lob ausspricht!. Es motiviert uns, wenn jemand unser Tun positiv wiederspiegelt.
Deshalb ist es gar kein guter Spruch, den man in Franken öfters hört: „Net g’schimpft, is g’lobt ge-nug“ zu Hochdeutsch: nicht geschimpft ist genug gelobt. So halten es leider viele. Wann haben Sie zum letzten Mal die Köchin oder den Koch Ihres Mittagessens gelobt? Oder die Aufräumaktion Ihres Kindes? Da klingt doch gleich ein froher Ton durchs Haus.
Allerdings ruft uns das Losungswort heute vor allem zum Lob Gottes. „Lobt den Herrn, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle.“ Wir brauchen diesen Aufblick, dieses Wegschauen von uns und von den Taten der Menschen.
Ich kann ja trübsinnig werden, wenn ich nur auf das starre, was in dieser Woche an Schwierigkeiten auf mich wartet. Selbst im Urlaub kann mir das Wetter alle Stimmung verderben. Dabei versorgt uns Gott jeden Tag in großer Liebe. Er führt und beschützt uns, wie wir es oft gar nicht verdienen. Er schenkt uns Gelegenheiten zur Freude, Menschen zur Hilfe. Er lässt Beziehungen blühen und glücken.
Nun sind im Psalm 117 aber nicht nur wir angesprochen. Der Bibelvers ist ganz universal formuliert: „Lobt den HERRN, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle!“ Wenn das alle Völker, alle Nationen sich sagen ließen, wenn sie den Herrn, den Vater Jesu Christi, wirklich loben würden - das würde unsere ganze Welt grundlegend verändern: Dann würden alle Gott und sein Wort, seine Gebote an die erste Stelle setzen; dann würde wirklich Versöhnung und Friede einkehren.
Und die Nationen haben vollen Grund zu solchem Lob. Denn sosehr hat Gott diese Welt und ihre Völker geliebt, dass er seinen Sohn am Kreuz dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Am Ende der Zeiten werden alle gar nicht umhin können, Gott so zu loben, wie es der Seher Johannes schreibt: Jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter Erde  … hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit (Offenbarung 5,13).
Fangen wir heute damit schon an. Beginnen Sie heute schon den zu loben, der Sie wie kein anderer liebt: „Lobe den Herrn, meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“, heißt es in einem anderen Psalm.
 


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