/ Wort zum Tag

Jesaja 25,9

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Zu der Zeit wird man sagen: »Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.«"

Jesaja 25,9

„Mein Herr und mein Gott!“ So ruft es der sogenannte ungläubige Thomas aus, als Jesus Christus sich ihm nach seiner Auferstehung noch mal extra zeigt und offenbart. Was für ein Bekenntnis, in dem sich so viel Überzeugung, Sicherheit und Dienstbereitschaft äußert. Da ist einer durchgedrungen, über den Zweifel, über dieses harte Stück Unglauben und Nichtbegreifen können, über das dran- und drinbleiben bei den anderen Jüngern und über das Warten auf Jesus. Und der zeigt sich, der lässt sich begreifen, damit aus Misstrauen Überzeugung wird. Damit sein Thomas nicht auf der Mitläuferebene herumkrebst, als Halbüberzeugter, sondern als Nachfolger.
Der Tag wird kommen, wo Menschen den Herrn als Gott erkennen und Gott als den Herrn loben werden. Jener Tag wird kommen, verspricht Jesaja im Auftrag Gottes, wo Gott für alle Völker, für alle Völker ein Festmahl geben wird…unter anderen mit alten geläuterten Weinen. Jener Tag wird kommen, an dem er das Leichentuch entfernen wird, dass über den Nationen liegt, über Syrien, über dem Irak, über der Ukraine und über so vielen Ländern, die wir nach dem Hören der Tagesnachrichten kaum noch alle aufzählen können. Den Tod wird Gott vernichten, und die Tränen von jedem Gesicht abwischen. Das sind starke Bilder, Bilder, die sich in der prophetischen Botschaft der Offenbarung im NT wiederholen.
Dieser Tag wird kommen, nicht weil Menschen ihn schaffen werden, sondern weil Gott ihn schaffen wird. Ja, ich brauche dieses Bild von der Zukunft, die Gott schaffen wird. Dieses Bild wird zur Kraftquelle, zur Motivation mich immer wieder neu in den Dienst für Gott und seinen Auftrag zu stellen. Ich brauche dieses Bild, um den Wert zu verstehen, den es hat, sich heute für einen, für einen Menschen einzusetzen. Ihm das Evangelium zu bringen, ihm zu sagen, dass er von Gott geliebt ist; ihm zu zeigen, dass ich ihm zuhöre und dass ich mir Mühe mache ihn zu verstehen. Ich brauche dieses Bild von der herrlichen Zukunft, die Gott schaffen wird, um heute nicht an den Widerständen und dem Bösen zu verzweifeln, das sich dem Guten in den Weg stellt und es oft genug besiegt. Ich brauche dieses Bild, um ein Hoffnungsträger zu bleiben, um meinen Mund aufzutun, um meine Hände aufzutun, um meinen Geldbeutel aufzutun, damit ein Stück praktischer Hilfe, praktischer Nächstenliebe die Hoffnung aufblühen lässt. Selbst wenn es nur für kurze Zeit ist. Ich brauche dieses starke Bilder von der Zukunft Gottes, um mir heute Mühe zu machen, einem Menschen so nahe zu sein, dass ihm nicht mehr die Tränen über das Gesicht laufen müssen. Und ich will mich nicht davon abhalten lassen durch die Ausrede, dies sei ja doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der eine Mensch, der eine von Milliarden, wird es nicht als Tropfen auf den heißen Stein einordnen, sondern als Hoffnungstat für ihn, als Rettungstat für ihn. Und Gott wird das Lob dieses einen annehmen und sich darüber freuen und es nicht vergessen.
Wie gut, dass Gott dieses Bild seiner Zukunft immer wieder in Erinnerung ruft. Mitten in den wachsenden Nöten, die sich wie Schuttberge über uns auftun wollen, so dass sie uns den Blick auf Gottes Zukunft verstellen. So, dass wir den Himmel nicht mehr sehen. Aber wer den Himmel nicht mehr sieht, sieht nur noch Erde, von der er genommen ist und darum die Unmöglichkeit das Himmlische zu erden. Ich könnte nur noch heulen, hätte ich nicht den, der alle Tränen abwischen wird vor Augen. Ich könnte mich nur noch verkriechen unter den Leichentüchern geplatzter Hoffnungen, hätte ich nicht den vor Augen, der der Herr und Gott ist und der den Tod überwunden hat. Heute will ich wieder dem begegnen, der mir begegnet, damit ich voller Überzeugung und Dienstbereitschaft sagen kann: „Mein Herr, und mein Gott; mein Retter und meine Hoffnung!“
 


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