/ Wort zum Tag

1. Mose 2,3

Bibelvers

"Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte."

1. Mose 2,3

Kennen Sie das auch? Sie haben den Eindruck. Alles wächst Ihnen über den Kopf. Ein Termin jagt den Nächsten. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Stress. Was ist zu tun? Gott bietet uns eine sehr wirksame Therapie an: den Sonntag. Schon bei der Schöpfung hat er den siebten Tag besonders hervorgehoben. Das erfahren wir in unserem heutigen Bibelwort aus 1.Mose 2,3. Da heißt es: Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken. Der Feiertag, der Sonntag, ist ein besonderer Tag. Schon bei der Schöpfung hat Gott an diesem Tag geruht. Und er lädt uns ein, dass auch wir an diesem Tag zur Ruhe kommen. Guten Gewissens einmal Pause machen. Für manchen kann das z.B. heißen: Das Handy bleibt aus. Oder ich gucke nicht nach meinen Mails. Überlegen Sie mal, was das heißt: Es gibt 52 Sonntage im Jahr. Das ist mehr als der ganze Jahresurlaub. 52 Tage, an denen wir abschalten können. Das hilft gegen Stress.

Ich kann mich erinnern, wie das bei mir war, als ich mich auf das Examen vorbereitet habe. Da musste ich eineinhalb Jahre lang nur lernen. Von morgens bis abends. Eine besonders stressige Zeit. Aber sonntags habe ich ganz konsequent nichts getan. In dieser Zeit habe ich den Sonntag ganz besonders schätzen gelernt. Und ich bin sicher: Ich hätte das Studium in dieser Form nicht durchgehalten ohne die Sonntage.

Zum Sonntag gehört aber noch mehr als dass wir nicht arbeiten. Gott heiligte den siebten Tag, heißt es in der Schöpfungsgeschichte. Das heißt: Dieser Tag soll etwas ganze Besonderes sein. Ein Tag mit Gott. Darum feiern Christen am Sonntag Gottesdienst. Im Gottesdienst können wir erfahren: Dein Wert hängt nicht daran, was du schaffst oder nicht schaffst. Sondern daran, dass Jesus sein Leben für dich gegeben hat. Aus Liebe. Das immer wieder zu hören, kann uns helfen, die Arbeit nicht zum alleinigen Lebensinhalt zu machen. Und innerlich frei zu werden von falschen Erwartungen, die ich oder andere an mich haben. Darum: Gehen Sie jeden Sonntag in den Gottesdienst. Mancher sagt: Das schaffe ich nicht. Dafür habe ich keine Zeit. Ich sage immer, und mir hat noch keiner widersprochen: Wenn ich mir am Sonntag eine Stunde Zeit nehme für Gott, spart das in der Woche mindestens drei Stunden Zeit, durch die Kraft, die ich dann bekomme. Dazu eine kleine Geschichte:

Zwei Waldarbeiter versuchen, mit einer stumpfen Säge, einen Baumstamm durchzusägen. Sie ackern und ackern. Aber es geht kaum vorwärts. Da sagt der eine: Lass uns doch erst mal aufhören und die Säge schärfen. Nein, sagt der andere dafür haben wir keine Zeit. Schließlich müssen wir den Baum durchkriegen. Wer hat recht? Natürlich der erste. Es bringt nichts, mit einer stumpfen Säge weiterzuarbeiten. Da nützt alle Anstrengung nichts. Besser ist es, zuerst die Säge zu schärfen. So brauchen wir auch immer wieder Zeit, um sozusagen unsere innere Säge schärfen zu lassen. Um neu Kraft von Gott zu bekommen. Dazu hilft uns der Sonntag.

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