/ Wort zum Tag

Psalm 48,11

Bibelvers

"Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden."

Psalm 48,11

Da steht der römische Centurio bei den Kreuzen, an denen die drei Männer hängen. Und dann sagt er diesen einen bedeutungsschweren Satz: „Wahrlich, dieser Mensch  - Jesus - ist Gottes Sohn gewesen.“ (Mk. 15, 39) Später zieht er dann mit seinen Soldaten wieder zurück in das Römerlager. Was wird er wohl seiner Frau erzählt haben? Und was seinen Freunden, als seine Dienstzeit in Israel zu Ende war, und er wieder nach Rom zurückkehren durfte? Vielleicht auch in eine andere, von den Römern unterworfene Stadt oder Region Europas. Wir wissen es nicht.

Was wir wissen, ist, dass sich der christliche Glaube, in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt über den gesamten Mittelmeerraum ausgebreitet hat. Das geschah durch den Apostel Paulus, aber nicht nur durch ihn. Viele Kontakte ergaben sich durch die Römerherrschaft. Soldaten kamen mit der Botschaft von Jesus Christus in Berührung, verwarfen sie, verspotteten sie, ärgerten sich über sie, aber einige nahmen sie an. Davon wird ja schon im Neuen Testament berichtet. Der Hauptmann von Kapernaum und der Hauptmann Cornelius seien als Beispiele genannt. Etliche dieser Soldaten gaben die Botschaft weiter, an Kameraden, an Familienmitglieder, an Freunde, an Bedienstete im eigenen Haus. So breitete sich das Evangelium aus. Sicher trugen auch die intensiven Handelsbeziehungen innerhalb des römischen Einflussbereichs dazu bei.

Und so ist die gute Botschaft von Jesus Christus durch all die Jahrhunderte seither weitergegeben worden. Von Menschen an Menschen. Durch Missionare, aber nicht nur durch sie. Ich erinnere mich an den Bericht eines Missionars aus Afrika. Der erzählte: „Wir kamen zum ersten Mal in ein Dorf, in dem wir noch nie gewesen waren. Da hatten die Dorfbewohner aus hölzernen Stangen und Bananenstaudenblättern eine Kirche gebaut. Wir haben sie gefragt, wie sie dazu gekommen sind, diese Hütte für Gott zu bauen. Daraufhin wurde uns erzählt, dass Menschen aus dem Dorf in einem der Nachbardörfer von dem Glauben an den einen unsichtbaren Gott und seinen Sohn Jesus Christus gehört hätten. Sie hätten auch berichtet, dass dieser Glaube das Leben und Verhalten der Menschen sehr verändert habe.

Deshalb habe man sich entschlossen, diese Hütte zu bauen und dort zu dem einen unsichtbaren Gott und seinem Sohn Jesus Christus zu beten.

Die Herrnhuter Losung für den heutigen Tag lautet: „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden.“ (Psalm 48, 11)  „... bis ans Ende der Welt.“

Heute erst recht haben wir ungeahnte Möglichkeiten der Weitergabe des Evangeliums. Mit Radiosendungen können heute Gebiete erreicht werden, die für eine christliche Missionstätigkeit verschlossen sind. Christliche Fernsehsender produzieren und senden die gute Botschaft in jedes Haus. Im Internet gibt es eine schon kaum noch übersehbare Vielfalt an Informationsmöglichkeiten. Und nicht zu vergessen: Seit der Reformation  - und heute immer noch - wird das Evangelium durch Druckerzeugnisse der verschiedensten Art weitergegeben. Und immer noch gilt: Der beste Weg ist die persönliche Weitergabe dessen, was wir glauben und leben, von Mensch zu Mensch.

Aber wenn wir uns umschauen, vielleicht in unserer allernächsten Umgebung, dann stellen wir mit einer gewissen Beklemmung fest: Wir Christen sind doch nur ein kleines Häuflein. Die holländische Uhrmacherin und Missionarin Corrie ten Boom wurde einmal auf diese Situation hin angesprochen. Sie antwortete: „Das sehe ich ganz anders. Das ist wie bei den Glühwürmchen in der Nacht. Hier ein Glühwürmchen und dort ein Glühwürmchen, hier eins und da wieder eins. Überall Glühwürmchen. In der ganzen Welt lauter Glühwürmchen.“

Freuen wir uns an jedem Menschen, der als geistliches Glühwürmchen irgendwo in der weiten Welt leuchtet und beten wir, dass dieses Licht auf andere ansteckend wirkt. Damit der Ruhm Gottes bis ans Ende der Welt erschallt.

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