/ Wort zum Tag

Markus 5,19

Bibelvers

"Aber er ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Wohltat dir der Herr getan und wie er sich deiner erbarmt hat."

Markus 5,19

„Geh doch nach Hause.“  - So wird mancher weg geschickt, wenn er unpassend oder in einer bestimmten Umgebung unerwünscht ist. Wenn Jesus jemandem sagt: „Geh nach Hause“, dann kann es trotzdem sein, dass derjenige sehr wohl gewollt und gut angesehen ist und sogar, dass Jesus für ihn eine konkrete Aufgabe hat.
Der Evangelist Markus berichtet von einem Menschen, der nicht mehr nach Hause kommen konnte. Er war wohl schon eine längere Zeit außer Rand und Band. Ein ungeheuer wilder Mann, mit nichts aufzuhalten. Markus schreibt sogar: „niemand konnte ihn mehr binden, auch nicht mit Ketten; denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten zerrissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen.“  Äußerst gewalttätig und selbstzerstörerisch. Er „schrie und schlug sich mit Steinen.“  Er war so kaputt, dass er nicht mehr mit anderen Menschen zusammen leben und wohnen konnte. Sein Zuhause waren die Grabhöhlen geworden, abgesondert vom Leben, hingezogen zum Tod. Markus beschreibt ihn, als von bösen Geistern besessen. Er wurde angetrieben von lebensfeindlichen Mächten. Zerstörerische Kräfte bewegten ihn. Glücklich war er wohl nicht. Fremdbestimmt, getrieben, geängstigt, allein, dem Tode nah. …
Als Jesus und seine Jünger in seiner Nähe am Ufer anlegen und Jesus aus dem Boot steigt, kommt dieser ruhelose, umgetriebene Mann zu Jesus und schreit in einer kaum beschreibbaren Mischung aus Hoffnung und Angst um Hilfe und Verschonung: „Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!“ Spiel der Mächte. Hin und her gerissen sein. Sich Jesus nähern und ausweichen. Hilfe suchen und vor Veränderung Angst haben.
In dieser Dramatik habe ich es noch nicht erlebt. Aber ich habe schon viele Menschen erlebt, für die es ein langer Kampf war - mit viel vor und zurück, bis sie bereit waren, die Hilfe Jesu anzunehmen und in ihrem Leben etwas heil wurde. Es gibt so viele lebensfeindliche Mächte, die einen Menschen gefangen nehmen und Stück für Stück kaputt machen. Das können Drogen sein, Lebenseinstellungen, Süchte, Cliquen, … selbst Lügennetze, … Und viele Menschen brauchen viele Anläufe, bis sie Jesus ganz ran lassen, alles offenlegen, und Heilung geschehen lassen.
Markus berichtet hier von mehreren unreinen Geistern, die diesen Mann zu Tode plagen wollen. Doch wenn Jesus spricht, müssen sie weichen. Die Mächte schrecken zurück vor dem Mächtigeren. Jesus gebietet und sie gehorchen. Wo Menschen mit ihren Möglichkeiten am Ende waren, wo kein äußeres Bändigen mehr möglich war, da räumte Jesus von innen her auf. Der Mann wird verwandelt. Er kommt zur Ruhe. Selbst die Äußerlichkeiten, bis hin zur Kleidung, kommen in Ordnung. Er sitzt bei Jesus, ganz besonnen, oder: „bei Sinnen.“
Den Bewohnern der Gegend war dies unheimlich. Sie hatten Angst vor der Macht Jesu und bitten ihn, ihr Gebiet zu verlassen. Als Jesus dann das Boot besteigt, bittet ihn der Befreite, ihn begleiten zu dürfen. - Ob ihm die neue Freiheit zu groß und zu gefährlich ist? Ob er sich Jesu Beistand sichern will? Oder ist es, weil er alle sozialen Kontakte verloren hatte? Doch Jesus gibt ihm den konkreten Auftrag: „Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Wohltat dir der Herr getan und wie er sich deiner erbarmt hat.“ Zu Hause, im heidnischen Umfeld, dort wo man ihn rausgeschmissen hatte, weil er unhaltbar war, dort soll er beginnen, von der Macht Gottes und von seiner Befreiung zu berichten. Und er tut mehr als das. Er berichtet davon in der ganzen Umgebung.
Haben Sie Ihrer Familie und Nachbarschaft schon erzählt, was Jesus für Sie getan hat? 
 

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