/ Wort zum Tag

2. Korinther 8,9

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet."

2. Korinther 8,9

Es gibt wohl keinen Menschen, der nicht irgendwann mal davon träumt, reich zu sein. Es muss ja gar nicht so reich sein, dass man das Geld nicht mehr zählen kann. Es würde ja den meisten Menschen schon genügen, so reich zu sein, dass man das Geld nicht mehr zählen muss; also: dass man so viel hat, dass man mit Gelassenheit bezahlen kann, was einem gut und nützlich und wichtig erscheint, ohne jedes mal rechnen zu müssen, wo es dann wieder fehlt.

„Wer reich werden will, muss viel arbeiten.“ – sagen die einen und klotzen ran; und die anderen ergänzen: „Wer reicher werden will, muss arbeiten lassen.“  Manche versuchen es dann mit Lotto oder Glücksspiel und die meisten merken irgendwann: nicht sie selber, sondern andere werden dabei reich.

Und dabei ist es so einfach, reich zu werden: einfach erben; einfach alles geschenkt bekommen. Ganz einfach. Es hängt nur bei manchem von uns vielleicht daran, dass wir noch nicht wissen: Wer uns etwas schenkt. Meine Eltern – zum Beispiel – leben noch; und sollten auch noch eine gute Weile leben. Wünsche ich ihnen jedenfalls.

Also müssen wir jemanden finden, der uns reich beschenkt. Und da hat Paulus einen guten Tip. Er schreibt an die Christen in Korinth: „Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ – So einfach kann man reich werden, wenn man nur jemanden hat, der einen reich macht.

Ein Problem ist allerdings noch: kaufen kann ich mir davon noch nichts. Den Reichtum kann ich weder in Zahlen festhalten, noch bei der Bank einzahlen. Sicher: auch die Kassiererin im Supermarkt und meine Autowerkstatt sind wohl nicht leicht davon zu überzeugen, dass ich zwar reich bin aber jetzt nicht mit Geld bezahlen wolle. Also: kaufen kann ich mit dem Reichtum nichts.

Aber das muss ich vielleicht auch gar nicht. Vielleicht ist es gerade mein Reichtum, etwas nicht kaufen zu müssen und trotzdem glücklich zu sein. Paulus spricht ja auch nicht direkt von Geld oder Wertpapieren oder Anlagevermögen, sondern von Reichtum.

„Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“

Es gibt also noch einen anderen Reichtum, und das ist die Zufriedenheit, die aus dem Frieden mit Gott und aus der Geborgenheit in der Liebe Gottes kommt. Wenn ich weiß: Gott hat mich uneingeschränkt lieb. Gott sorgt für mich. Gott gibt mir alles was ich brauche. Gott gibt mir das, was mir gut tut. - Dann steht alles Kaufen und Nicht-kaufen-können auf einem ganz anderen Blatt. Und wenn ich etwas gerne haben möchte und noch nicht bezahlen kann, dann ist es auch noch nicht dran. Dann hat Gott etwas Besseres vor. Denn wenn es für mich gut wäre, würde er es mir ja geben, weil er mich lieb hat und weiß, was ich brauche.

Paulus schreibt: „Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ Diesen Reichtum, des Zuhauseseins beim himmlischen Vater, hat Jesus verlassen. Er ist auf diese Erde gekommen – was wir zu Weihnachten feiern -, hat hier gelebt, gearbeitet, gesprochen, gelitten, und ist hier unter unserer menschlichen Schuld gestorben. Er hat das Gute, das er haben konnte, vollständig aufgegeben. Er hat für uns Menschen all unsere Schuld ans Kreuz getragen. Jetzt ist unsere Schuld abgetragen und wir dürfen den Frieden bei Gott haben und durch Jesus geborgen sein. Wissen Sie das schon? Das ist nämlich die Voraussetzung, um diesen Reichtum ausschöpfen zu können. Paulus schreibt: „Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus ....“ Kennen Sie diese Gnade? Dann können Sie nämlich mit diesem Reichtum und sogar mit Ihrem Geld ganz entspannt umgehen. Nebenbei: Paulus schrieb dies, als er ganz praktisch Hartgeld für die notleidende Gemeinde in Jerusalem sammelte.


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren