/ Wort zum Tag

2. Timotheus 3,14

Bibelvers

"Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast."

2. Timotheus 3,14

Psalm 71,17

Paulus schreibt an Timotheus: Bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist.
„Das ist ja wieder mal typisch! Immer hübsch beim Alten bleiben. Dann muss man sich auf nichts Neues einlassen. Christen sind eben konservativ. Mit denen kann man nicht vorwärts kommen. Es geht doch um die Zukunft! Wir müssen nach vorne schauen. Die Christen sind die ewig Gestrigen, schauen immer nur nach hinten, während die Zukunft schon begonnen hat.“
Sicher könnte mancher so über Christen schimpfen. Will Paulus das seinem jungen Mitarbeiter vermitteln? Ich denke, kaum. Hauptsache konservativ – das war nicht das Lebensthema des Apostels Paulus. Im Gegenteil, Paulus war davon überzeugt, dass mit Jesus Christus die Zukunft Gottes in unsere Welt eingebrochen ist. Das ist ja gerade das Herrliche an Jesus, dass er uns die Last der Vergangenheit nimmt und uns die Tür in die Zukunft weit aufstößt!
Was meint Paulus also mit diesem Satz: „Bleibe bei dem, was du gelernt hast!“? Ich umschreibe es so: Nur, wer weiß, wo er herkommt, kann ein Ziel erreichen.“
Ein Freund von mir arbeitet bei einem Unternehmen, das für Kunden Bodenuntersuchungen durchführt.  Ein Gleis z. B. kann erst verlegt werden, wenn die Bodenbeschaffenheit vorher genau geprüft wurde. Tausende von Tonnen Last müssen diese Gleise aushalten und das geht nur, wenn der Boden dazu stabil genug ist.
In diesem Sinn müssen wir heute diese Worte an Timotheus verstehen. „Bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist.“
Wer an Jesus Christus glaubt, der hat für sein ganzes Leben das stabilste und vertrauenswürdigste Fundament, das man sich nur wünschen kann. Und es gibt überhaupt keinen Grund, weshalb Christen davon abweichen sollten.
Aber wenn das so ist, dann stellt sich für mich noch eine andere Frage: Kennen wir unser Fundament als Christen? Verlassen wir uns tatsächlich auf ihn? Oder schielen wir wie alle anderen auch nach Menschen, Dingen, Werten oder Ideologien, auf die wir uns verlassen können? Was ist uns wichtiger, dass wir finanziell gut dastehen und uns ein beeindruckendes Auto leisten können oder wollen wir Jesus vertrauen? Wollen wir den Applaus und die Bestätigung von Menschen, oder wollen wir Jesus vertrauen? Wollen wir es vermeiden, mit biblischen Aussagen anzuecken oder wollen wir Jesus vertrauen?
Was ist überhaupt das Fundament unseres Lebens? Ist es wirklich die Beziehung zu Jesus? Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns wieder genauer anschauen, auf welchem Fundament wir stehen, damit wir wieder neu wissen, was wir an Jesus haben. Denn immer wieder werden wir in Situationen kommen, in denen wir uns diese Frage beantworten müssen: Auf welchem Fundament stehst du eigentlich? Deswegen nehmen Sie heute die Aufforderung des Apostels Paulus mit in den Tag. Sie dürfen zu Jesus gehören. Sie dürfen ihm vertrauen. Da mag Vieles kommen heute, aber als Christen wissen wir, auf welchem stabilen Fundament wir stehen. „Bleibe bei dem was du gelernt hast und was dir anvertraut ist“, sagt Paulus mir.
 

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