/ Wort zum Tag

1. Chronik 29,9

Bibelvers

"Und das Volk war fröhlich, dass sie so willig waren; denn sie gaben's dem HERRN freiwillig von ganzem Herzen. Und der König David war hocherfreut."

1. Chronik 29,9

Rund 3.000 Jahre sind es her, dass das geschehen ist was im Bibelwort für heute berichtet wird: „Sie gaben‘s dem Herrn freiwillig von ganzem Herzen!“

David, der König Israels, lebte damals. Er ist alt geworden. Aber er hat noch eine Vision. Er will für seinen Gott unbedingt einen Tempel bauen lassen. Gott sollte endlich auch einen festen Wohnsitz in seinem Volk haben. Er sollte nach Davids Denken nicht mehr in diesem alten, abgenutzten Zeltheiligtum seiner Vorfahren, in der Stiftshütte, verehrt werden. Und dieses neue Gebäude sollte alle bisher vorhandenen Bauten in Jerusalem an Größe und Schönheit übertreffen. Das ist Davids Traum.

Aber ob die anderen im Volk Gottes, die auch was zu sagen haben, mitmachen werden? Da ist sich der König noch nicht sicher. David beruft eine Volksversammlung ein. Dort erklärt er seine Pläne von einem Tempel für Gott. Und er zählt auf, welche finanziellen Mittel er dafür schon aus seinem Privatvermögen bereit gestellt hat. Er wolle dafür noch mehr einsetzen aus seiner Schatzkammer, an Gold und Silber und, und, und.

Am Schluss seiner Rede hält er einen flammenden Apell an seine Zuhörer: „Wer von euch ist bereit, jetzt sofort seine Hand mit einer Gabe für Gott, unseren Herrn, zu füllen?“ Dann wird geschildert, wie fast im gleichen Atemzug eine gewaltige Geberwelle anrollt. Die Stammesfürsten fangen an. Es folgen die Sippenoberhäupter und wichtigsten königlichen Beamten. Am Ende kommen Tausende Zentner an Gold, Silber, Kupfer und Eisen zusammen. Damit ist aber noch nicht Schluss. Wer immer irgendwelche edlen Steine bei sich hat, gibt sie für den Bau des Tempels.

Als dann alles vorbei ist und die ganze Gemeinde buchstäblich mit leeren Händen dasteht – da kommt keine Katerstimmung auf nach diesem Geberrausch. Da fangen die Leute an zu jubeln. Das ganze Volk ist fröhlich über diese gewaltige Spendenaktion. Keine kritische Stimme ertönt, die beklagt: „Da hat uns der König aber ganz schön raffiniert das Geld aus der Tasche gezogen! Und jetzt sind wir pleite!“ Nein, niemand äußert solch einen Gedanken. Die Leute sind einfach nur fröhlich. Fröhlich über das, was sie für Gottes Sache gegeben haben.

„Mann o Mann“, muss ich dabei denken, „wie schade, dass es so etwas in diesem großen Rahmen zum letzten Mal vor 3.000 Jahren gegeben hat! Ein ganzes Volk spendet für Gottes Sache!“ Wie wäre das, wenn heute ein Milliardär nur ein Zehntel seiner Finanzen gäbe? Oder wenn das vielleicht zwei oder drei tun würden? Einfach so für Gottes Sache eines der christlichen Missionswerke seiner Wahl unterstützen? Ach, das war nur so gedacht. Ich habe dazu keine Vision wie David!

Keine Sorge. Ich drücke jetzt auch nicht auf die Tränendrüse um Ihr Spender-Gen weich zu massieren. Ich weiß, gerne etwas zu spenden, das muss schon Gott selbst in Menschen auslösen. Nur dann werden sie es auch fröhlich tun. Aber beten werde ich dafür und selber für Gottes Sache geben.

Meine Frau und ich bereuen übrigens bis heute noch keine einzige Spende, die wir in Gottes Sache investiert haben. Aber die verlorene Kapitalanlage bei der letzten Bankenpleite, ehrlich, die wurmt mich ganz schön. Und das macht eben den Unterschied aus. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie die Menschen damals fröhlich waren bei ihrer Spendenaktion für Gottes Tempel! Auf diese Art fröhlich zu werden, ja, das ist auch heute noch möglich! Testen Sie es doch einfach mal selber!

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