/ Wort zum Tag

1. Könige 8,57

Bibelvers

"Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vorfahren war."

1. Könige 8,57

Einweihung des Tempels in Jerusalem! Alle Ältesten Israels versammeln sich mit König Salomo. Jetzt zieht das transportable Heiligtum aus der Wüste, die Bundeslade,  in ein festes Haus. Unterwegs werden so viele Tiere geopfert, dass man sie nicht mehr zählen kann. Dann ist die Bundeslade im Allerheiligsten des Tempels und Gottes Herrlichkeit erfüllt das Gebäude wie eine Wolke. Gott kommt herab! Sein Name soll an diesem Ort wohnen, hier will er verehrt werden.
Salomo spricht das Gebet zur Einweihung des Tempels. Es ist eines der ganz großen Gebete des Alten Testaments. Das Gebet ist es wert, dass wir es intensiv studieren. Darin wird deutlich, wie wichtig der Auszug aus Ägypten für das Volk Israel immer noch ist. Gott hat sein Volk im Exil nicht vergessen. Er hat es durch Mose aus der Gefangenschaft befreit und in das verheißene Land geführt. Was Gott dem Mose versprochen hat, ist eingetroffen. Endlich hat das Volk ein Siedlungsgebiet, in seiner Mitte: der Tempel. Die Stiftshütte, das Bundeszelt, wird komplett in den neuen Tempel überführt.
Am Ende dieses Gebets segnet Salomo das Volk: „Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vorfahren gewesen ist. Er neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen und halten seine Gebote...“. Das ist unser Bibeltext. Der folgende Vers legt aus, was damit gemeint ist. Deshalb habe ich ihn gleich mitgelesen. Gott war mit den Vätern Israels, als er das gefangene Volk befreite. Salomo bittet: Das möge immer so sein. Aber er weiß ganz genau: Es ist nur möglich, wenn das Volk Gottes Gebote hält. – Nach dem Tempelweihegebet opfert Salomo mit dem Volk zusammen 22.000 Rinder und 120.000 Schafe! Mit dem größten Fest in Israels Geschichte wird Gottes Haus geweiht. Vierzehn Tage lang wird die Tempelweihe gefeiert.
 Soweit der alttestamentliche Bericht. Dabei musste ich an Jesus Christus denken. Da fällt mir als erstes auf:
1. In Jesus ist Gott bei uns, wie er bei den Vorfahren Israels gewesen ist. Jesus ist der verheißene „Immanuel“, d. h. Gott ist mit uns. In ihm erfüllt sich die Ankündigung aus Jesaja 7[,14], dass eine Jungfrau schwanger wird, und ihr Sohn wird „Immanuel“ heißen. Als Person auf der Erdewar Gott niemals im Alten Testament gegenwärtig. Und er ist der „Immanuel“ nicht nur für Israel, sondern auch für die Nicht-Juden.
Zum 2. Gott lässt sich im Tempel nieder. Er erfüllt ihn mit seiner Herrlichkeit. In gleicher Weise und noch viel mehr hat sich Gott erniedrigt, als Jesus aus Maria geboren wurde! Es ist schon unerklärlich, wie der allmächtige Gott in einem Gebäude sein kann. Er, der Schöpfer der ganzen Welt! Und es ist noch unerklärlicher, wie er in einer Jungfrau Mensch werden und zur Welt kommen konnte. Das ist das Geheimnis von Weihnachten: Gott lässt sich herab, er wird Mensch, damit wir, Sie und ich, einen Retter haben.
Schließlich: Unzählige Opfer heiligen diesen besonderen Tag der Tempelweihe und den Ort des Tempels. Nur so kann Gott sich im Tempel niederlassen, weil vorher geopfert wurde. Im neuen Bund haben wir das Opfer von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Christus kam zur Welt, damit er uns am Kreuz erlöst. Weihnachten weist uns auf Karfreitag: Wir brauchen Jesus, den Erlöser. Wir beten: „Herr, unser Gott, sei in Jesus auch heute bei uns, wie du bei unseren Vorfahren gewesen bist.“
 

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