/ Wort zum Tag

Markus 6,2

Bibelvers

"Und als der Sabbat kam, fing er an zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche mächtigen Taten, die durch seine Hände geschehen?"

Markus 6,2

Was war heute Ihre erste Frage, an die Sie sich erinnern?  Liebling, hast du gut geschlafen? Kind, warum bist du so spät dran? Oder: Ist das Bad frei?
„Sage mir, welche Fragen dir wichtig sind, und ich sage dir, wer du bist…“
Da ich es heut mit den Fragen hab, frage ich gleich weiter: Wer hat in der Bibel die erste Frage gestellt? Antwort: Es war die Schlange. Sie fragte im Paradies: Sollte Gott gesagt haben?  Und die zweite Frage in der Bibel stellte Gott selbst: Er rief dem Adam zu: Mensch, wo bist du?
Nun weiter: Was ist Ihre wichtigste Frage? Etwa: Herr Doktor, wie hoch ist heute mein Blutdruck?
Es gab Zeiten, in denen man in Deutschland fragte: Wo krieg ich ein paar Kartoffeln her für meine Kinder und ein wenig Milch?
Vielleicht könnte unsere wichtigste Glaubens- und Lebensfrage so heißen: Wie kriege ich einen gnädigen Gott?  Es war  d i e  Frage Martin Luthers. Sie geht aufs Ganze. Geht in die Richtung: Will Gott mich haben? Wo verbringe ich die Ewigkeit?
Nun, das war im Mittelalter. Aber der moderne Mensch lenkt gerne von sich ab und fragt: Wie kann Gott das Leid zulassen? Nicht: Ist Gott mit mir zufrieden, sondern: Bin ich mit Gott zufrieden?
Jetzt komm ich zur Frage aus Markus 6: Als Jesus in der Synagoge seiner Heimatstadt lehrte, fragten viele: Woher hat er das? Diese Weisheit? Diese mächtigen Taten?
Jesus hatte gerade faszinierende Gleichnisse vom Reich Gottes erzählt. Hatte einen Besessenen geheilt. Und eine Frau, die unter schweren Blutungen litt. Gar die 12jährige Tochter eines Synagogen-Vorstehers vom Tod erweckt. Darauf kommen erstaunliche Reaktionen: Viele wundern sich. Das ist ja auch kein Wunder, dass sich da viele wundern. Wenn nie Dagewesenes passiert.
Aber gleich danach heißt es auch: Sie ärgerten sich an ihm. Denn Jesus war ja „nur“ aus ihrem eigenen Ort Nazareth. Noch dazu „nur“ ein Zimmermannssohn, kein Rabbi, kein Arzt. Dass Jesus diese Weisheit und diese mächtigen Taten „vom Himmel her“ hat, direkt von Gott selbst, das wollten sie nicht glauben. Obwohl sie seit Jahrhunderten auf den Messias warteten. Und genau solche Taten des Messias vorausgesagt waren.
Nun mein gedanklicher Sprung zurück: Die Schlange war nicht nur im Paradies unterwegs, sie war auch jetzt in Nazareth zur Stelle: Sollte Gott gesagt haben?  Dass der Messias aus Israel kommt? Und gleichzeitig von Gott? Dass er göttliche Weisheit hat und durch ihn Blinde sehen und Lahme gehen?
Nun kreuzt sich die Frage, die Gott im Paradies stellt mit der Frage der Menschen in Nazareth:
Gott fragt  mich und jeden Einzelnen: „Mensch, wo bist du? Versteckst du dich vor mir, wie damals Eva und Adam hinter den Bäumen? Versteckst du dich hinter deiner Wichtigkeit? Hinter deinen Lieblingssünden?
Und ich frage Jesus, wie man ihn damals in Nazareth gefragt hat: „Kommen deine Weisheit und deine Taten vom Himmel? Kommst du selbst vom Himmel?“
Nach all diesen Fragen nun endlich Antworten, klare und deutliche Antworten:
Jesus antwortet uns im Johannesevangelium:  „Der Menschensohn ist vom Himmel herabgekommen“. Und: „Niemand kommt zum himmlischen Vater, außer durch mich“.
Und meine Antwort auf Gottes Wo-Bist-Du-Frage darf lauten: „Herr, ich will mich nicht weiter vor dir verstecken. Hier bin ich. Nimm mich an, hier auf der Erde, und hol mich einst in dein Himmelreich!“
Somit wären die entscheidenden Fragen geklärt. Und wir dürfen den Tag fröhlich mit Gott leben, der Zukunft entgegen.
 

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