/ Wort zum Tag

1. Timotheus 2,5-6

Bibelvers

"Denn es ist "ein" Gott und "ein" Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde."

1. Timotheus 2,5-6

In christlichen Gruppen höre ich schnell folgende Erklärung von Sünde: Sünde ist das, wenn jemand stiehlt, die Ehe bricht oder einen anderen umbringt. Manchmal folgt noch ein weiterer langer Katalog von moralischen Fehltritten, die man begehen kann.
Ganz sicher sind das einzelne Sünden. Doch diese Erklärung greift längst nicht weit genug. Wenn die Bibel Sünde beschreibt, beginnt sie viel grundsätzlicher. Sünden sind nicht nur einzelne verwerfliche Taten. Sünde ist eine Lebenshaltung. Sie zeigt sich darin, dass der Mensch Gott vergisst oder ihn ganz bewusst an die Seite stellt.
Ich will das Gesagte einmal mit einer Krankheit vergleichen. Wenn ich niesen und husten muss, zeigt mir das, dass ich krank bin. Doch das Niesen und Husten sind nur Symptome, äußere Anzeichen der Krankheit. Die eigentliche Krankheit ist ein Infekt, der im Körper steckt.
Nun kann ich hingehen und das Niesen und Husten unterdrücken. Vielleicht gelingt mir das sogar einigermaßen. Davon bin ich aber noch lange nicht gesund. Wirklich gesund bin ich erst, wenn der Infekt geheilt ist. Dann hören auch die äußeren Anzeichen wie Niesen und Husten von selber auf. - Ich denke, sie verstehen den zentralen Gedanken dieses Bildes.
Im 1. Timotheusbrief heißt es nun von Jesus Christus: Er hat sich selbst als Erlösung für alle Menschen gegeben.
Gott schickt in Jesus nicht nur einen Vermittler, der uns stets neu unsere einzelnen Sünden vergibt. Das tut er ganz gewiss auch. Aber es geht um mehr als nur um Vergebung. Jesus ist gekommen, um das Problem Sünde an der Wurzel anzupacken. Er erlöst uns. Das bedeutet: Er klärt zuerst einmal unsere zerstörte Beziehung zu Gott und bringt die in Ordnung. Denn genau da liegt die Ursache für unsere Sünden und die Schwachstelle für unser moralisches Versagen.
Wie macht Jesus das? Er stirbt freiwillig am Kreuz für alle unsere Schuld und bietet allen Menschen einen fröhlichen Tausch an. So ähnlich hat es der Reformator Martin einmal gesagt. Christus macht sich zum Vermittler zwischen Gott und mir. Er nimmt meine Sünde auf sich, als wäre es seine. Und er schenkt mir eine heile Beziehung zu Gott, als hätte nie etwas zwischen Gott und mir gestanden.
Dies Erleben ist für mich ein Neuanfang meines Lebens gewesen und bis heute geblieben.
Natürlich mache ich auch heute noch manches falsch, weil ich nicht immer mit Gott übereinstimme und manchmal mit meinem eigenen Kopf durch die Wand will. Doch ich darf meine Schuld eingestehen und weiß dann, dass Jesus mir vergibt.
Die Beziehung zu Gott hat Jesus ja heil gemacht und das bleibt. Da bin ich ganz zuversichtlich.
 

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