/ Wort zum Tag

Psalm 90,17

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!"

Psalm 90,17


„Der Kreis der Freunde und Förderer“ – so nannte sich ein Kreis von Menschen an einer der Schulen, die ich früher besuchte. Der Kreis der Freunde und Förderer organisierte viel an dieser Schule: Schulfeste, Nachhilfegruppen, Beihilfen für Eltern, wenn sie ihr Kind zum Schulorchester schicken wollten. Freunde und Förderer – vielleicht hatten Sie auch schon damit zu tun. Oder Sie engagieren sich sogar selbst in so einem Verbund. Kreise für Freunde und Förderer engagieren sich mit viel Herzblut, etwa an Schulen oder Kindergärten. Freunde und Förderer unterstützen eine Arbeit finanziell. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite. Man weiß, dass man sich auf diese Menschen verlassen kann. Es sind eben nicht nur gute Bekannte, es sind Freunde. Freunde, die fördern.
Der heutige Losungstext stellt uns Gott auch als Freund und Förderer vor.
Gott ist für uns – uns gilt sein freundliches Entgegenkommen. Heute – und jeden Tag meines Lebens.
Woher ich die Bestätigung für diese Aussage habe? In Jesus zeigt uns Gott sein freundliches Gesicht. Er hat kein Interesse daran, dass unser Leben misslingt. Er möchte, dass unser Leben klappt. Er will uns darin fördern, einen guten Lebensweg zu gehen. Diese Bereitschaft Gottes uns zu fördern und auf einen guten Weg zu bringen mündet darin, dass Jesus ans Kreuz gegangen ist. Da zeigt sich die ganze Hingabe Gottes. Er gibt nicht nur ein bisschen Kraft, ein wenig Energie – nein, Gott gibt sich ganz hinein.
Das heutige Losungswort ist ein Gebet – ein Wunsch an Gott: Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!
Gott möchte uns fördern, er will unser Tagwerk freundlich begleiten. Dazu können wir ihm alles anbefehlen, was heute auf uns zukommt.
Gehen Sie heute zu Ihrer Arbeit? Sind Sie in einem Betrieb eingestellt und haben heute ein besonderes Projekt vor sich? Oder: Ist der Haushalt Ihr heutiges Arbeitsfeld? Erwartet Sie heute eine Tätigkeit, die Ihnen eintönig und langweilig erscheint? Oder haben Sie heute mit Menschen zu tun? Etwa die Pflege einer nahestehenden Person? Was auch immer heute auf Sie zukommt – Sie können es Gott anbefehlen. Je detaillierter Sie mit Gott darüber reden, umso besser. Er möchte Ihr Freund und Förderer sein.
Übrigens – indem ich Gott darum bitte, dass er doch meine Arbeit freundlich fördern möge, kann folgendes passieren: Vielleicht fällt mir auf, dass ich heute Dinge vorhabe, die Gott gar nicht freundlich fördern möchte. Da habe ich mir vorgenommen, einem Arbeitskollegen eine auszuwischen - weil er es schon lange mal verdient hat, dass ihm mal jemand zeigt, wo der Hammer hängt. Oder ich habe vor, mich vor einer eintönigen, aber notwendigen Arbeit zu drücken. Oder ich werde heute einem Menschen aus dem Wege gehen, weil ich negative Gedanken über ihn habe. Was auch immer: Indem ich mit Gott auch über solche Lebensbereiche spreche, kann es sein, dass er mir aufzeigt, dass er dieses Verhalten eigentlich nicht freundlich fördern möchte. Wenn Gott uns solche Gedanken der Umkehr schenkt, sollten wir sie nicht gleich abblocken. Vielmehr sollten wir beten: „Herr, was sind das für Aufgaben, die du freundlich fördern möchtest?  Was ist in deinem Sinne? Was kann ich heute tun?“ Und dann wird Jesus heute mitgehen in den Alltag – als Freund und Förderer!
 


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