/ Wort zum Tag

1. Petrus 4,10

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes."

1. Petrus 4,10

Samstagmorgen im Wittenberger Luther-Hotel, Kaffeeduft zieht durch den Saal, frische Brötchen stehen auf festlich gedeckten Tischen. Viele Frauen sind zu unserem Frühstücks-Treffen gekommen. Aber es wird nicht nur gut gefrühstückt….
Es gibt auch Live-Musik, gute Impulse durch ein interessantes Referat und natürlich Zeit zum Erzählen. Ein richtig schöner Vormittag eben.
Aber bis es soweit ist, haben wir eine Menge zu tun. Da brauchen wir viele fleißige Hände. Zum Glück gibt’s die hier auch.
Ein kleiner Vorbereitungskreis überlegt schon Monate vorher, wie das nächste Treffen gestaltet wird. Da staune ich über Carmen, der gleich eine tolle Tischdeko einfällt. Ruth weiß sofort, wo sie die Plakate aufhängen und Einladungsflyer verteilen kann. Margrit ist fit am Computer und pflegt die Adressdatei. Ute hat schon wieder eine lustige Geschichte gefunden, die sie in die nächste Moderation einbauen will. Und Annette hält das Geld zusammen - ein besonders wichtiger Job. Schließlich ist es z.T. gespendet und muss verantwortlich verwaltet werden. Und damit viele vom Frühstücks-Treffen hören, halte ich den Kontakt zu Zeitung und Radio. Jede macht eben das, was sie kann. Und nur so funktioniert es.
Das Bibelwort, das für heute in den Herrnhuter Losungen steht, sagt nach einer modernen Übersetzung: „Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr einander dienen sollt. Setzt sie gut ein, damit sichtbar wird, wie vielfältig Gottes Gnade ist.“
Diese Empfehlung richtet sich an die Christen in Kleinasien. Petrus schreibt ihnen einen Brief zur Ermutigung. Sie leben in einer feindlichen Umwelt und brauchen viel Kraft, an ihrem Glauben festzuhalten. Als Christen haben sie sich von den heidnischen Göttern abgewendet und bekommen nun den Gegenwind zu spüren.
Petrus ermutigt diese Christen so zu leben, dass sie auf der einen Seite keinen Anstoß zu übler Nachreden geben. Und auf der anderen Seite, durch ihren Umgang miteinander, einen einladenden Lebensstil üben.
Zum Glück geht’s uns Christen hier in Deutschland viel besser. Wir werden nicht verfolgt und können öffentlich unseren Glauben bekennen.
Wie sieht aber so ein einladender Lebensstil aus?
Habt euch lieb, sagt Petrus, denn die Liebe macht viel Schuld wieder gut.
Seid gastfreundlich, ohne euch zu beklagen. Das können wir Frühstücks-Frauen übrigens richtig gut…
Dient einander, jeder mit der Gabe, die er – oder sie – erhalten hat. Damit seid ihr gute Verwalter der Gaben, die Gott ohne Vorbedingung jedem Menschen geschenkt hat. Dann zählt er auf, wie das mit den Gaben so aussieht:
Wenn jemand Gottes Wort verständlich weitergeben kann, dann soll er es tun.
Und wenn jemand für die organisatorischen Aufgaben begabt ist, dann soll er das auch tun.
Ich möchte diese jahrtausendalte Anweisung in meinen Alltag übertragen, in meine Gemeinde und ins Frühstücks-Treffen:
Wenn einige gut einladen, moderieren, referieren und dekorieren können, dann sollen sie das machen.
Wenn andere das Frühstück lecker zubereiten, Gäste empfangen und mit ihnen ins Gespräch kommen können, dann sollen sie das auch tun.
Und wenn manche die Gabe haben zu beten, für unsere Gemeinde oder das Frühstücks-Treffen, dann sollen auch sie das tun.
Egal, was wir machen, es soll zur Ehre von Jesus Christus geschehen. Ohne Neid und Vergleichen. Alle sind beschenkt mit Gaben, die benötigt werden beim Bau von Gottes Reich.
Wir sind gerade wieder dabei, das nächste Frühstücks-Treffen vorzubereiten. Und ich freue mich darauf, wenn viele Mitarbeiterinnen mit ihren speziellen Gaben dabei sind und Gottes Liebe auf ihre ganz persönliche Weise weitergeben.
 


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