/ Wort zum Tag

Johannes 11,25

Bibelvers

"Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“

Johannes 11,25

„Christus ist auferstanden von den Toten“.
Mit diesem Satz werden die Besucher des Friedhofs der Brüdergemeine in Herrnhut empfangen. Er steht geschrieben auf dem Torbogen über dem Eingang zum Friedhof. Die Auferstehung von Jesus und das neue Leben durch ihn wird durch die Farbe weiß symbolisiert. So ist auch der Innenraumgestaltung des großen Versammlungssaales in Herrnhut gestaltet. Die Farbe weiß dominiert einschließlich der zahlreichen weißen Bankreihen.
Machen wir uns das bewusst: Wir haben es nicht mit einem toten Jesus zu tun, an den wir uns mühsam erinnern müssen und seine Worte wie ein Vermächtnis in Ehren halten. Sondern Jesus lebt, hört unser Gebet und hilft uns durch den Heiligen Geist seine Worten und Taten in der Bibel zu verstehen und damit zu leben.

Darum wird bei vielen Beerdigungen folgender Satz von Jesus am Grab gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Johannes 11, Vers 25)
Dieser Satz steht da nicht einfach wie eine philosophische Behauptung. Die Auferstehung, die es mit Jesus gibt, wird im 11. Kapitel des Johannesevangeliums von Jesus anschaulich gemacht, ja ich kann auch sagen sie wird inszeniert. 

Jesus war einige Tagesreisen entfernt von diesem Geschehen unterwegs. Da erreicht ihn der Hilferuf von Maria und Martha: Bitte komm und hilf unserem kranken Bruder. Jesus hat jedoch eine besondere Absicht. Er wartet noch einige Tage, bevor er sich mit seinen Jüngern auf den Weg macht. Als er am Ort des Geschehens ankommt, ist Lazarus vier Tage vorher gestorben. Er wurde anschließend in einem Felsengrab beerdigt. Damit ist es auf jeden Fall ausgeschlossen, dass er scheintot ist.

Jesus führt ein Gespräch mit den Angehörigen und macht die Auferstehung von den Toten zum Thema. Dabei wird Jesus konfrontiert mit menschlicher Trauer, alles scheint ausweglos zu sein. Jesus leidet mit den Betroffenen. Aber dabei bleibt er nicht stehen. Denn mittendrin in dieser Geschichte, wie ein Dreh- und Angelpunkt kommt dieser Satz. "Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt." Jesus fügt dieser Feststellung noch eine Frage an Martha hinzu: "Glaubst du das?" – „Vertraust du darauf?“
Was sollte Martha daraufhin antworten? Unvorstellbar? Natürlich können wir uns das nicht vorstellen. Martha auch nicht. Aber sie sagt: „Ich vertraue dir. Du bist Gottes Sohn“. Sehen kann sie das nicht. Verstehen auch nicht. Aber darauf kommt es nicht an. Denn das Leben mit dem auferstandenen Jesus beginnt schon heut, wenn ich an ihn glaube. Verborgen, unsichtbar, aber real und prägend. Und dieses Leben kann der Tod nicht töten. Durch das Sterben hindurch gehört ich als Christ zu Jesus.

Jesus lässt sich dann zum Grab des Lazarus führen. Jesus ruft ihn und Lazarus kommt lebendig aus dem Grab heraus.
Nicht der Tod, sondern Jesus Christus hat das letzte Wort. Es gibt eine Zukunft nach der Grenze des Sterbens, eine Zukunft in Verbindung mit Jesus. Und die beginnt schon heute.

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