/ Wort zum Tag

Johannes 16,33

Bibelvers

"Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers in der revidierten Fassung von 1984. Durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung..."

Johannes 16,33

Vom Frieden und von der Angst ist im Johannes-Evangelium die Rede: „Jesus sprach: Ich habe mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Das ist ein gewaltiger Gegensatz. Ich denke an Kinder und Frauen, aber auch an die Soldaten in den Kriegsgebieten. Sie fürchten den nächsten Einschlag, sie erleben Todesangst. Auch die Jünger zur Zeit Jesu erlebten Angst, als man vor ihren Augen ihren Herrn gefangen nahm und tötete. Sie standen als kleine Minderheit einer aufgehetzten Mehrheit im Volk gegenüber. Der Fanclub, der kurz zuvor noch Halleluja rief, hat zum kreuzige ihn angesetzt. In solchen und ähnlichen Situationen kommen auch bei mir Ängste auf.

„In der Welt habt ihr Angst“, sagt Jesus. Wir leben nicht auf einer Insel der Seligen. Auch Christen kennen das Gefühl der Angst und brauchen sich deshalb nicht zu schämen. Es gibt Schul- und Prüfungsängste. Andere fürchten den Zahnarztbesuch.  Ängste und Sorgen können uns gefangen nehmen, wenn wir z. B. auf dem Weg zur Nachsorgeuntersuchung sind.

In der Welt habt ihr Angst, das ist und bleibt eine harte Realität. Doch Jesus bietet uns Frieden an,  auch für diesen Tag. „Meinen Frieden gebe ich euch“, sagt er in Joh.14,27.
Wie können wir diesen Frieden empfangen?

Jesus hat geredet. Er hatte seinen Jüngern offen gesagt, dass der Abschied kommt und wie er kommt. Der Weg Jesu war der Weg ans Kreuz. Lange haben es die Jünger nicht kapiert. Aber als sie die Ängste durchlebten erinnerten sie sich an die Worte ihres Herrn. Im Glauben  an sein Wort blieben sie mit ihm verbunden. Sie haben Geborgenheit und Frieden erfahren.

Im Hören, im Glauben und im Festhalten des Wortes Gottes kann auch in unser Herz trotz aller Unruhe Friede und Freude einziehen.
Ich denke an das Mütterchen im Luftschutzkeller. Sie ist umgeben von ängstlichen und  zitternden Verwandten, Nachbarn und Kindern. Sie zitiert Psalmen und andere Bibelworte. Alles wird still. Die Atmosphäre im Raum wird spürbar anders.
Es bleibt ein großes Geheimnis, dass von Gottes Worten eine solch große Kraft ausgeht.

Ich denke an Dietrich Bonhoeffer, der zu jener Minderheit gehörte, die den Mut hatte einer großen Mehrheit zu widerstehen. Im Gefängnis dichtete er das Lied: „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“.

„Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt“, sagt Jesus zu seinen Jüngern. Christen wissen um einen Frieden der vom Hören, vom Glauben und Festhalten des Wortes Gottes kommt. Zu diesem Hören sind wir alle eingeladen. 

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