/ Wort zum Tag

2. Mose 13,21

Bibelvers

"Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten."

2. Mose 13,21

Das 2. Mosebuch entführt uns in die Zeit, als das Volk Israel aufbrach, um Ägypten zu verlassen. Ein dramatischer Aufbruch! „ Der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“
Eine nicht unwesentliche Frage: Wie sollten sie den richtigen Weg finden?
Israel hatte eine erstaunliche Möglichkeit: Ihr Gott führte sie höchstpersönlich an.
Wir haben es in dem kurzen Bericht gehört: tagsüber mittels einer ständig sichtbaren Wolkensäule – und nachts durch eine leuchtende Feuersäule.
Für uns mutet dies vielleicht etwas verwunderlich an. Doch wer sich im Alten Testament etwas auskennt, der weiß: Der eine, lebendige Gott und Herr, den niemand von Angesicht sehen kann, der zeigt sich in der Gestalt der Wolke.
Diese Wolke ist nicht Gott persönlich. Aber sie ist der Garant, dass Gott persönlich anwesend ist bei seinem Volk.
So war also Gott bei seinen Leuten. Tag für Tag, und Nacht für Nacht. Ohne Unterbrechung.
Allein dies ist schon ein Hinweis auf die Art Gottes, die mich begeistert: Er ist da! Immer! Jederzeit!
Wie oft schon komme ich in die Gefahr zu denken, Gott habe mich vergessen oder gerade Wichtigeres zu tun, als sich mit mir abzugeben.
Nichts davon! Gott ist stets da! Jede Sekunde meines Lebens.
Und dann höre ich: Diese Wolke, also Gott höchstselbst, führt sein Volk auf den Weg in das versprochene Land.
Das fasziniert vermutlich jeden, der sich das ganz praktisch vorstellt: Jeden neuen Tag wussten die, wo es lang geht. Da war kein Zweifel, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Ganz getrost und gelassen konnten sie der Richtung folgen, die Gott in der Wolke vorgab.
So geführt zu werden im Leben, das wäre absolut optimal. Nicht mehr länger sich mit Entscheidungen qualvoll herumschlagen müssen. Einfach wissen, wo es lang geht.
Wer wünschte sich nicht so eine Führung für sein Leben!
Doch das Geheimnis der Führung durch Gott beginnt damit, dass ich aufmerksam bin: Er ist jeden Augenblick gegenwärtig. Ich brauche keine Sorge haben, Gott übersähe etwas in meinem Leben.
Und er behält den Überblick. Er weiß, wo wer mit mir hin will. Selbst, wenn dies aus meiner Perspektive unnötige, vermeidbare Umwege sein sollten.
Von so etwas konnten die Israeliten in der Wüste wahrlich einiges erzählen. Ihr Weg, den Gott sie führte, war mitnichten der kürzeste und direkte. Doch sie folgten dem Weg Gottes. Und kamen schließlich ans Ziel.
Das Beispiel des Volkes Israel will uns Mut machen, der Führung Gottes absolut zu vertrauen.
Aber wenn ich jetzt nicht weiß, wie es mit mir weitergehen soll? So mögen Sie jetzt vielleicht fragen.
Das Wort Gottes heute ist eine Einladung:  Denken Sie zuerst an die Wolke der Gegenwart Gottes in Ihrem Leben.
Heute sehen Sie keine Wolke, aber da ist sein Geist. Jesus hat versprochen, dass er durch seinen Geist in denen wohnt, die ihm gehören. Und er bleibt da. Er geht nicht mal auf Urlaub.
Das hat viel mit Vertrauen zu tun. Dem Vertrauen auf Gottes Gegenwart in Ihrem Alltag zu jedem Augenblick.
Führung durch Gott bedeutet ja nicht, dass ich schon sehen kann, was hinter dem nächsten Abzweig liegt. Sich der Gegenwart Gottes anvertrauen, macht jedoch zuversichtlich bei dem Schritt, den ich jetzt gerade gehe.
 

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