/ Wort zum Tag

Psalm 126,1

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden."

Psalm 126,1

Stellen Sie sich vor: Ein ganz großer Wunsch geht für Sie in Erfüllung. Das ist so erstaunlich für Sie, dass sie gar nicht recht wissen ob Sie das jetzt wirklich erleben, oder ob Sie träumen. Genau davon spricht der Psalmbeter.
Das Volk Gottes befindet sich in Babylon. Sie sind dorthin verschleppt worden. Es geht ihnen dort nicht wirklich schlecht, aber sie befinden sich eben in Gefangenschaft. Sie möchten gerne wieder heim nach Jerusalem. 70 Jahre müssen sie warten bis dieser große Wunsch in Erfüllung geht. Als es dann soweit ist, kommt es ihnen vor wie ein Traum. Aber es ist kein Traum, es ist Wirklichkeit.
Wir Christen befinden uns heute in einer ähnlichen Situation. Wir leben in unserer Welt: „Jenseits von Eden“. Uns hier in Europa geht es dabei recht gut. Dennoch sind wir nur auf der Durchreise hier. Wir alle kennen beschwerliche Wege, wir erleben Leid und Schmerz. Der Tod spielt sich immer noch als Großmacht auf und selbst in unserem Rechtsstaat stöhnen wir über viel Ungerechtigkeit. Mit Petrus sehnen viele sich nach dem neuen Himmel und der neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt.
Es kommt ganz sicher auf unsere persönlichen Lebensumstände an, ob wir uns wie in Gefangenschaft fühlen oder doch eher frei.
Gemessen an dem, was Gott uns versprochen hat und was er für uns bereithält, leben wir aber alle weit von dem entfernt, was einmal sein wird. Wenn Jesus wiederkommt und uns mitnimmt in seine neue Wirklichkeit, dann werden auch wir sein wie die Träumenden.
In Gottes neuer Welt gibt es kein Leid mehr. Die Liebe hält was sie verspricht. Der Tod ist endgültig abgeschafft. Neid und Missgunst wird es nicht mehr geben. Endlich werden wir erleben, dass es wirklich gerecht zugeht. Unsere Ängste gehören der Vergangenheit an. Alle Schwachheit wird von uns abfallen. Es wird keine Sünde mehr geben. Die Schattenseiten des Lebens sind dann verschwunden.
Wirklich vorstellen kann ich mir das noch nicht. Ich kann es ein wenig ahnen.
Was bedeutet das aber für mein Leben hier und heute? Soll ich schon jetzt zum Tagträumer werden? Soll ich nur vom Jenseits träumen, damit es mir hier gut geht? Ganz sicher nicht.
Erlöst bin ich ja durch Jesus jetzt schon. Ich muss gar nicht mehr darauf warten.
Ich darf schon in der neuen Wirklichkeit Gottes leben. Ich bin bereits befreit. Sicher lebe ich jetzt noch mit manchen Beschwerden und Einschränkungen. Manches macht mir auch Not. Aber dennoch lebe ich schon mit Jesus Christus zusammen. Durch den Heiligen Geist sind wir immer verbunden. Ich darf jetzt schon seine Nähe genießen. 
Manchmal geht es mir hier auch so gut, dass ich vergesse auf etwas noch besseres zu warten. Dann ist es gut sich daran zu erinnern, dass ich hier nur auf der Durchreise bin, dass Jesus für mich eine Wohnung renoviert in seiner neuen Welt. Wenn ich mich dann bewusst umschaue, dann entdecke ich auch bei mir und in meiner Umgebung die Risse unserer alten Welt. Immer wieder einmal spüre ich auch den Hauch des Todes. Da ist es dann gut zu wissen, Gottes neue Welt kommt. Ich lebe auf seinen großen Tag zu, den Tag, an dem ich wirklich glauben werde, ich würde träumen.
 


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