/ Wort zum Tag

Josua 21,45

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Es war nichts dahingefallen von all dem guten Wort, das der HERR dem Hause Israel verkündigt hatte. Es war alles gekommen."

Josua 21,45

Im heutigen Wort zum Tag spricht einer ein großes Wort gelassen aus:
„Es war nichts dahingefallen von all dem guten Wort, das der HERR dem Hause Israel verkündigt hatte. Es war alles gekommen.“ (Jos. 21,45)
Unter der Führung von Mose hatte Gott das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Er hatte sie durch die Wüste geführt. Dann hatte Josua von Gott den Auftrag bekommen, das Land einzunehmen, das Gott Abraham vor vielen Jahren versprochen hatte.
Staunend sahen sie nun, dass sie das verheißene Land eingenommen hatten. Sie stellten fest: Es war nichts dahingefallen von all dem guten Wort, das der HERR dem Hause Israel verkündigt hatte. Es war alles gekommen. Alles war also so gekommen, wie Gott es versprochen hatte. Er hatte keine leeren Worte gemacht.
Ist das auch Ihre Erfahrung? Werden wir nicht immer wieder enttäuscht? Geht nicht immer wieder alles anders, als wir es erhofft haben?
Ja, es gibt Enttäuschungen – auch für Christen. Doch schon Dietrich Bonhoeffer hat festgestellt: Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche aber alle seine Verheißungen. Das ist das eine: Wir können Gott alle unsere Wünsche sagen wie Kinder ihrem Vater. Aber er weiß, was uns nützt, aber auch, was uns schadet. Hören wir doch auf ihn.
Das andere ist: Gottes Wege sind nicht unsere Wege, seine Gedanken sind höher als unsere. Deshalb klärt sich manches erst im Rückblick. Da stellen wir oft plötzlich mit Erstaunen fest: Es war trotz allem gut, wie Gott geführt hat.
Außerdem geht es bei Gott nicht so schnell, wie wir möchten. Er lässt sich scheinbar viel Zeit!
Die Geschichte der Landnahme zeigt uns aber noch mehr. Gott hat zwar alle seine Verheißungen erfüllt. Aber er hat es da nicht ohne die Menschen getan. Josua wurde aufgefordert, stark und mutig zu sein. Dreimal steht es so im 1. Kapitel des Josuabuches. Gott sagte ihm zu: „Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe.“ (Josua 1,3) Gerade dies macht deutlich: Israel muss seinen Fuß auf das versprochene Land setzen. Erst dann gilt Gottes Zusage: ich habe es euch gegeben.
Es gilt bei allem göttlichen Geschehen das Doppelte: Gott hat alles getan und der Mensch muss alles tun. Gott gibt die Verheißung, er gibt die Richtung vor. Der Mensch hängt sich an diesen Gott im Glauben und Gehorsam. So macht er Schritte und erlebt Wunder. Also ganzer Einsatz von Gott und Mensch.
Das ist nun die Frage an uns: Bin ich bereit im Hören auf Gott etwas zu wagen? Vielleicht riskiere ich dabei, mich lächerlich zu machen. Oder bleibe ich lieber resigniert hinterm Ofen sitzen? Schon der Jünger Petrus hat einmal viel gewagt und dabei eine komische Figur gemacht. Er ging auf Jesu Ruf übers Wasser und versank, weil er nicht mehr auf Jesus, sondern auf den Wind und die Wellen schaute.
Daraus können wir lernen: Der Blick des Glaubens muss auf Jesus gerichtet sein. Er will vorangehen und jeden von uns da einsetzen, wo er uns brauchen will. Dann erfüllt sich Gottes Verheißung auch in unserem Leben.
 


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