/ Wort zum Tag

Jeremia 1,19

Bibelvers

Wenn sie auch wider dich streiten, werden sie dir dennoch nichts anhaben können; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dass ich dich errette.

Jeremia 1,19

Gott beruft Jeremia als seinen Propheten und mutet ihm eine sehr undankbare Aufgabe zu. Er soll seinem Volk mitteilen, dass eine große Bedrohung durch den Feind vom Norden her anrückt. Und sie seien selbst aufgrund ihrer Bosheit schuld daran. Es ist Gottes Gericht. Wer will so etwas hören? Das ist eine höchst unpopuläre Botschaft. Jeremia muss mit großem Widerstand rechnen. Die Könige, die Mächtigen, die Priester, das ganze Volk, alle werden sich gegen ihn wenden. Er allein gegen alle? Gott stellt ihm diese Konsequenz der Botschaft in Aussicht. Doch zugleich sagt er ihm seinen Beistand zu. Er, Gott, ist bei ihm und wird ihn retten. Nein, er ist nicht allein.

Die ersten Christen machten im 1. Jahrhundert ähnliche Erfahrungen im jüdischen und griechisch-römischen Umfeld. Sie verkündeten den Menschen ihren Herrn Jesus Christus als Sohn Gottes, für dessen Tod sie mitverantwortlich waren, den Gott aber auferweckt und erhöht hat zum Herrn über alles. Das war auch nicht populär. Das wollten viele ebenfalls nicht hören und haben die Botschafter Christi verfolgt und bekämpft. In der Zeit des Nationalsozialismus kam der bekannte Pfarrer Wilhelm Busch aufgrund seines Engagements in der bekennenden Kirche mehrfach ins Gefängnis.

Aktuell werden weltweit viele Christen verfolgt wegen der Ausübung ihres Glaubens und der gefürchteten Botschaft von Jesus. Das geschieht heute vor allem in islamischen und sozialistischen Ländern, aber auch in der säkularisierten Gesellschaft der westlichen Welt. Der Wille Gottes geht vielen gegen den Strich, wo er ihren Lebensphilosophien und -formen widerspricht. Man will keine Infragestellungen, Anschuldigungen und biblische Maßstäbe hören. Erwartet wird dagegen uneingeschränkte Toleranz. Wo Christen in Verantwortung vor Gott auf seine Ordnungen aufmerksam machen, werden sie auch in unserem Land zunehmend diskriminiert und für nicht gesellschaftsfähig erklärt.

Der Auftrag Christi, den Menschen seine gute Nachricht zu bringen, kann sehr unbequem werden. Dürfen wir deshalb schweigen? Jesus hat seinen Jüngern offen den Preis ihrer Nachfolge gesagt: Werden sie mich verfolgen, so werden sie auch euch verfolgen. Wie sie mich hassen, werden sie auch euch hassen. Und wie Gott einst dem Jeremia seinen Beistand zusagte, gab Jesus auch seinen Jüngern das Versprechen mit auf dem Weg: Ich bin bei euch, alle Tage bis an das Ende der Welt! Er lässt seine Boten nicht allein.

Im Blick auf den Auftrag hilft es mir, daran zu denken, wie Jesus selbst sich zu den schuldigen Menschen bekannt hat, um sie zu retten. Ganz alleine stand er da, als die Masse schrie „Kreuzige ihn!“ Er nahm den schweren Weg ans Kreuz auf sich, weil für die Menschen viel auf dem Spiel stand. Ewiges Leben! Das gilt auch für unsere Gesellschaft und die Menschen heute. Möge Jesus mir und auch Ihnen die Kraft geben, bei allem Widerstand seinen Auftrag durchzuhalten im Vertrauen auf seinen Beistand.

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