/ Wort zum Tag

Epheser 1,17

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"...dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen."

Epheser 1,17

Jesaja 43,11

Heil-Land-Kirche! Diese Titelüberschrift sprang mir vor Monaten beim Durchblättern des Evangelischen Sonntagsblattes für Bayern entgegen. Ich stutzte! Was soll das? Gespannt begann ich das Interview mit dem katholischen Pastoraltheologen zu lesen. Zulechner sprach von der Jesusbewegung: „Die Kirche wird gesunden, wenn sie wieder mehr von sich absieht und stärker bezogen ist auf jenen Gott, der in Jesus Christus und in seinem Geist am Werk ist!« Und später: ”Wer in Gott eintaucht, taucht bei den Armen wieder auf. Der Weg Jesu führt immer zu denen, die der Heilung bedürfen! Und die Kirche ist berufen, in der Nachfolge des Heilands „Heil-Land’ zu sein.” Ende des Zitats!

Heil-Land-Kirche, das klingt in meinen und vielleicht auch Ihren Ohren fremd, ungewöhnlich. Aber erinnern Sie sich? Vor zwei Monaten: Sangen Christen da nicht vom Heiland der Welt? Und im Losungsbüchlein finden wir heute zwei Bibelworte. Da sagt Gott uns durch den Propheten Jesaja: „Ich, ich bin der Herr und außer mir ist kein Heiland!” (Jesaja 43,11) Als zweites nun Zeilen, die Paulus an seine Freunde in der Hafenstadt Ephesus schreibt: „Der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen!” (Epheserbrief Kap.1,Vers 17) Es ist also gar nicht selbstverständlich, dass wir in Jesus Christus den Heiland der Welt und vor allen Dingen den Heiland unseres kleinen Lebens erkennen. Mir hilft immer, wenn ich mich mit dem Leben der Dichter unserer Weihnachtslieder und deren einzelnen Strophen beschäftige. Weihnachten sang ich z.B.: „0 Heiland reiß die Himmel auf?” Als Dichter wird Friedrich Spee von Langenfe!d genannt. Er gehörte dem Jesuitenorden an, war Professor und Prediger. Bewegt hat mich vor allen Dingen seine Seelsorge in den Kerkern jener Frauen, die auf ihren Hexenprozess warteten. Oft wurden sie grausam gequält, um von ihnen eine Aussage zu erpressen. Spee’s Advents- und Weihnachtslied ist für mich ein qualvoller Aufschrei, eine Anklage gegen die verblendeten Kirchen und Menschen seiner Zeit. „Hier leiden wir die größte Not vor Augen steht der ewge Tod!“ Man hat auch ihm das Leben zur Hölle gemacht. Geholfen und getröstet hat nur, dass er sich an seinen Heiland klammern und ihn im Gebet und mit seinen Liedversen bedrängen konnte. Der Heiland würde kommen und allem Leid, aller Not ein Ende bereiten. Er alleine kann durch alle Qual hindruchführen. Er will Kraft geben auch so etwas zu ertragen. Dieser Heiland stirbt, er steht von den Toten auf! Zu solcher Hoffnung für uns und alle Mensch will uns der Apostel Paulus ermutigen, wenn er segnet und auch an uns schreibt: „Der Gott unseres Herrn und Heilands Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung, IHN zu erkennen."
 


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