/ Wort zum Tag

Matthäus 6,26

Bibelvers

"Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?"

Matthäus 6,26

Wenn wir Vögel nicht in unser Haus holen, sondern draußen in ihrem natürlichen Lebensraum belassen, können sie uns gute Lehrmeister sein. Von unserm Fenster aus oder auf einem Spaziergang bestaunen meine Frau und ich immer wieder Spatzen, Amseln oder Meisen, mit welcher Geschicklichkeit sie Nahrung suchen und wie geschwind sie picken. Nun behauptet Jesus: Gott ernährt sie. „Aber das machen diese gefiederten Wesen doch selber, aus eigener Kraft“, denken Sie vielleicht. „Warum sagt die Bibel dann: Sie werden von Gott ernährt“?

Wenn ich Zoologe oder Arzt wäre, könnte ich vielleicht einigermaßen erklären, welche Abläufe sich vollziehen im kleinen Kopf einer Nachtigall oder eines Zaunkönigs und in ihren Nervenbahnen. Welches Zusammenspiel der Sinne und Organe nötig ist, damit die Tierchen  - vom Blaukehlchen über den Flamingo bis zum Adler – ihre Nahrung finden.

Wer bringt den Fischen das Schwimmen bei, den Zebras das Galoppieren, den Schmetter-lingen und Vögeln das Fliegen?

Es ist nicht nur Romantik, wenn ich sage, dass der gleiche Schöpfer, der in die Vögel die Fähigkeit zum Sehen, Schmecken, Hüpfen und Fliegen gelegt hat, ihnen auch zeigt, wo sie Futter finden können. Und auch in welchen tief verschneiten Gärten Vogelhäuschen hängen, wo mitleidige Menschen Futter bereit halten.

Verstehen kann ich das nicht, wie der Schöpfer bewerkstelligt, dass unter all den endlos vielen Tierarten auch die Abermilliarden Vögel sozusagen funktionieren. Da kann man nur staunen über Gott und über die Wunder, die er tut, immer nur staunen.

Wenn wir den heutigen Tages-Vers weiter und zu Ende lesen, erfahren wir, dass der Bergprediger Jesus damals den Zuhörern direkt ins Gesicht gepredigt hat: „Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ Das heißt: „Ihr Menschen seid noch viel mehr als diese schon so wunderbaren Vögel!“ Denn ihr seid berufen, Gottes persönliche Kinder zu werden. Euch schuf der Schöpfer „IHM zum Bilde. Zum Bilde Gottes schuf er euch, männlich und weiblich“ (1. Mose 1, 27).

Uns Menschen verbindet mit den Tieren, dass der Schöpfer auch uns die Fähigkeit eingepflanzt hat, dass wir uns ernähren können. Schon das rote Radieschen im Garten beweist es, aber auch der riesige Mähdrescher auf dem Feld, dass Gott uns den Tisch deckt.

Das wäre jetzt schon ein Grund zum Jubeln, dass Gott uns gütig ist, damit wir genug zu essen haben – zusammen mit zahllosen anderen Lebewesen auf der Erde.

Das wäre natürlich auch ein Grund, demütig zu sein wegen unsrer Mitschuld, dass zu viele Menschen zu wenig zu essen haben. Und dass so viele Tiere leiden.

Aber heute möchte ich mit Ihnen zutiefst dankbar sein für unsere Lebensmittel.

Und vor allem dafür, dass Gott - allein zu uns Menschen - seinen Sohn auf die Erde geschickt hat. Und nicht  zu den anderen Lebewesen. Damit wir Menschen in den Himmel kommen können. Dort sind jene Menschen, die auf der Erde Jesus aufgenommen haben, nicht mehr nur Gottes Bilder, sondern Gottes Kinder. Und was ist mit den Tieren im Himmel? Das stumme Leiden der Kreatur ist beendet. Sie haben nach Römerbrief Kapitel 8 Anteil an der Gotteskindschaft der gläubigen erlösten Menschen.

Vielleicht können dann nicht nur Papageien ein bisschen, sondern alle Vögel fließend mit uns sprechen. Und wir können gemeinsam unsren Schöpfer und Erlöser rühmen.

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