/ Wort zum Tag

Hesekiel 36,26

Bibelvers

„Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben.“

Hesekiel 36,26

Er ist Psychologieprofessor und er begleitet immer wieder Ehepaare bei den angestrengten Versuchen, ihr Verhältnis neu zu ordnen. Einmal habe ich ihn gefragt: „Können sich Menschen wirklich verändern? In der Tiefe verändern.“ „Bis zu einem gewissen Grad schon“, hat er mir geantwortet. „Aber nur so lange sie nicht in Stresssituationen geraten. Wenn wir Menschen unter Druck geraten, benehmen wir uns wieder so wie wir waren als wir 7 Jahre alt waren.“

Das hat mich ernüchtert. Das zeigt die Grenzen jeder Beratung, jeder Therapie auf. Doch ganz so einseitig wollte mein Psychologieprofessor diesen Satz dann doch nicht stehen lassen, wohl auch, weil er an den Schöpfer des Himmels und der Erde glaubt und an den Erlöser, Jesus Christus. Und wir beide waren uns schnell einig, dass wohl auch auf diesem Gebiet gilt, was Jesus einmal in einem anderen Zusammenhang gesagt hat: „Bei den Menschen ist es unmöglich, doch bei Gott ist es möglich.“

Gott hat es schließlich selber versprochen. Dem Propheten Hesekiel lässt er einmal ausrichten: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben.“ Das ist ein Versprechen an das ganze Volk und was für ein ganzes Volk gilt, wird wohl auch für einen einzelnen Menschen gelten können. Aber vielleicht kann es tatsächlich nur dieser Gott. Vielleicht können wir es nicht selber mit Beratungen und Therapien, uns ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Wenigstens nicht mit Beratungen und Therapien alleine.

Was ist das überhaupt ein neues Herz, ein neuer Geist? Das Herz ist die Mitte der Persönlichkeit. Also der Bereich, den ein Mensch tatsächlich nicht verändern kann. Der neue Geist ist ein neues Denken. Und auch das wird man wohl alleine kaum herstellen können. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Es ist schwer ein Haus zu bauen. Es ist noch schwerer, ein Buch zu schreiben. Aber am allerschwersten ist es, einen neuen Gedanken zu denken.

Aber der, der dem Menschen das Herz gegeben hat, der seine Persönlichkeit geformt hat. Der, der unser Denken prägen möchte, der kann das wohl. Deswegen sollten wir uns in seine göttliche Therapie begeben, uns von ihm beraten lassen. Wie das geht? Für Martin Luther waren die 10 Gebote auch so etwas wie ein Beichtspiegel. Also ein Spiegel, der mir deutlich macht, dass ich ein erbarmungswürdiger Sünder vor Gott bin. Dass ich mir die Liebe Gottes nie und nimmer werde verdienen können. Doch wenn ich meine Schuld beichte, dann bekomme ich seine Gnade geschenkt, seine Barmherzigkeit. Das ist wie beim Atmen. Ich atme meine Schuld aus und ich atme Gottes Liebe ein. Das ist kein einmaliger Vorgang. Das kann, das darf, das soll vielleicht sogar jeden Tag passieren. Immer wieder das ausatmen, was vor Gott nicht bestehen kann und seinen Geist einatmen. So würde Martin Luther vielleicht sagen, wird das Herz neu, wird der Geist neu. Das ist meist ein langer Prozess und geht nicht von heute auf morgen.

Ich will mir das heute sagen lassen, von Gott persönlich: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben.“ Ich will es mir sagen lassen. Ich will es meiner Familie sagen lassen. Ich will es meiner Gemeinde sagen lassen. Ich will es der ganzen Christenheit sagen lassen und vielleicht sogar der ganzen Welt. Und ich will Gott bitten: Ja, tu das! Tu das heute. Tu es jeden Tag neu.

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