/ Wort zum Tag

Römer 5,5

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Hoffnung lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist."

Römer 5,5

Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so lautet eine bekannte Redewendung. Während des dritten Reiches wurden Millionen Menschen in den Konzentrationslagern umgebracht. Viele starben erschöpft an den Folgen der Quälerei und Folter oder verhungerten. Zu Beginn des Jahres 1945 starben auffallend viele Häftlinge. Sie alle hatten gehofft an Weihnachten oder zum Jahreswechsel frei zu kommen. Doch es geschah nicht, die Hoffnung starb und damit jeder Überlebenswille. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, oder wie es jemand mal gesagt hat, „Mit dem Tod stirbt auch die Hoffnung“. So wie bei den Häftlingen im Konzentrationslager.

Im Gegensatz dazu steht jedoch unser Bibelvers von heute. Unsere Hoffnung endet nicht mit dem zugefallenen Sargdeckel. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Mit dem Tod stirbt eben nicht die Hoffnung, die wir als Christen haben, sondern sie weist gerade über den Tod hinaus. Da wo es hier auf dieser Welt hoffnungslos aussieht, ist es die Hoffnung in und auf Jesus Christus, die das Leid in dieser Welt erträglicher macht. Ja, in der Tat es ist auch der Trost und die Hoffnung auf eine neue bessere Welt. Und Paulus begründet das auch. Die Hoffnung lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Wir haben jemanden, der uns im Leiden zur Seite steht. Gottes Liebe und sein Geist. Da denke ich an Betsie ten Boom, die mit ihrer Schwester Corrie von den Nazis ins KZ Ravensbrück verschleppt wurde. Betsies Körper wurde dort zugrunde gerichtet doch Gottes Geist und seine Liebe waren in ihr lebendig. Ihr innerer Blick richtete sich auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus. Wenn sie die Menschen um sich herum sah, erfasste sie großes Mitleid für ihre Leidensgenossinnen doch vor allem Liebe für die kaltherzigen Aufseherinnen und ihre Peiniger. Im kalten Dezember sagte sie eines Tages zu ihrer Schwester: „Bald werden wir beide frei sein. Dann werden wir ein schönes Haus haben mit Blumen, und dort müssen wir den Menschen sagen, was wir gelernt haben. Müssen ihnen sagen, dass kein Abgrund so tief ist, dass Jesus einen nicht herausholen kann. Sie werden auf uns hören, Corrie, weil wir hier die Hölle auf Erden erlebt haben.“ „Wann werden wir frei sein?“ fragte Corrie ihre Schwester und Betsie antwortete: „Ach, sehr bald am ersten Januar.“ Wenige Tage vor Weihnachten stirbt ihre geliebte Schwester Betsie. Und später schreibt Corrie in ihrem Buch „Die Zuflucht“ „Was mich jetzt an Betsie band, war die Hoffnung auf den Himmel.“ Dann geschieht das Wunder für Corrie, denn wenige Tage später wird sie entlassen. Es ist der Neujahrstag 1945 als sie mit einem Entlassungsschein die Tore des Todes von Ravensbrück zurück lässt. Schon gleich nach Ende des Krieges macht sie sich auf, um Menschen zu dienen und Menschen von Jesus zu erzählen. Es gibt Hoffnung mitten in der Welt des Leides, die über den Tod hinausreicht. Dazu gilt es, die Vergebung in Jesus Christus und seine Liebe anzunehmen. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.

 


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