/ Wort zum Tag

1. Samuel 2,30

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Der HERR spricht: Wer mich ehrt, den ehre ich; wer mich verachtet, der wird zuschanden."

1. Samuel 2,30

Dieser heutige Vers aus 1. Samuel 2 kann man nur im Textzusammenhang besser verstehen. Gott hatte nämlich Eli und seine beiden Söhne als Priester eingesetzt. Sie sollten ein vorbildliches Leben führen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Von ihnen heißt es, dass sie „ruchlose Männer waren, die nicht nach Gott fragten“. Sie nahmen sich rigoros die besten Fleischstücke von den Opfern des Volkes. Außerdem wird erzählt, dass „ihre Sünde sehr groß vor dem HERRN war, denn sie verachteten das Opfer des Herrn“ (1. Sam. 2, 17). Das war nichts anderes als pure Gottesverachtung. Darum sagt Gott ihnen: „Wer mich ehrt, den will ich auch ehren; wer mich aber verachtet, der soll wieder verachtet werden“.

Wahrscheinlich klingt das in unseren Ohren hart. Denken wir nicht von Gott, dass er barmherzig und gnädig ist? Doch, das ist er. Gott ist aber auch heilig, der sich von uns Menschen nicht alles bieten lässt. Arbeitet jemand in Gottes Auftrag, dann soll er auch nach seinem Willen leben. Für brutalen Egoismus ist da kein Platz, bei dem Gott letztlich keine Rolle mehr spielt.

Bei den Söhnen Elis war dieser Lebensstil kein Ausrutscher. Nein, es war eine fortwährende, sündhafte Lebensweise. Sie sollten durch ihren Dienst Gott ehren, lästerten ihn aber durch ihr gottloses Verhalten.

Was heißt es Gott zu ehren? Es bedeutet nicht nur, Gott Loblieder zu singen oder ihn mit Worten in einem Gebet zu ehren. Gott ehren meint vielmehr, dass wir mit unserem ganzen Leben auf ihn ausgerichtet sind. Tun, was er uns sagt - und das von ganzem Herzen. So zu leben, dass andere ermutigt werden, sich auch Gott zur Verfügung zu stellen. In dieser Lebenshaltung wird unsere Gottesverehrung echt, ebenso unser Singen und Beten.

Gott sagt: „Wer mich ehrt, den ehre ich auch“. Das bedeutet nicht, dass Gott veranlasst, dass wir im Beruf oder in der Gemeinde groß herauskommen. Aber er schenkt uns auf unterschiedliche Weise seinen Segen. Gott ehrt uns z. B., wenn er uns Gelingen schenkt. Oder dass er andere Menschen durch uns segnet. Gott ehrt uns auch, wenn er uns sein Wort erschließt und uns seinen Willen erkennen lässt.

Gott sagt aber auch: „Wer mich verachtet, der soll wieder verachtet werden“. Man kann auch übersetzen: „Der gerät in Schande“ oder: „Er wird der Verachtung preisgegeben“. Letztlich bedeutet es Verderben, wenn Gott jemand ganz loslässt. Der Apostel Paulus schreibt: „Gott lässt sich nicht spotten. Was der Mensch sät, das wird er ernten“ (Gal. 6, 7).

Wer möchte aber schon von Gott preisgegeben werden?! - Es ist viel besser, wenn wir nach seinem Willen leben. Darüber freut er sich. Und er segnet uns. Es ist deshalb erstaunlich, dass Gott uns ehren will. Das ist seine liebende Zuwendung, die wir Menschen nötig haben. - Möchten Sie auch so leben, dass Gott sich an Ihnen freut?


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