/ Wort zum Tag

Röm 4,21

Kürzlich las ich sinngemäß Folgendes im Internet:

Was tun Fans nicht alles, um ihrem Idol nahe zu sein: Die einen reisen wochenlang um die Welt, um kein Konzert zu verpassen, andere lassen sich ihre Helden in die Haut tätowieren. Es gibt aber einen Mann, der sie alle toppt! Denn ein amerikanischer Justin Bieber-Fan hat sich mehreren Schönheits-Operationen unterzogen, um so auszusehen, wie der Sänger! 100.000 Dollar hat Toby bereits in Schönheits-Operationen investiert, um auszusehen, wie er - seit fünf Jahren arbeitet er an seiner Mission. Allein für den klassischen Bieber-Cut (also den Haarschnitt) hat er 21.000 Dollar in Haarverpflanzungen und die Schmälerung seiner Schläfen investiert. Weiter ging es mit dem Auffüllen seiner Lippen und Wangen und so weiter. Er selbst sagt: "Als Justin berühmt wurde, war sein Gesicht überall zu sehen und alles, was ich denken konnte, wenn ich ihn ansah, war 'Ich will aussehen wie er'".

Als ich das las, musste ich denken: Was für traurige Ideale für ein junges Leben! Dieser junge Mann tut mir ehrlich leid! Immerhin soll er schon 33 Jahre alt sein, also 14 Jahre älter als sein Idol. Hat er denn niemanden, keinen echten Freund, der ihm einmal sagt, dass sein Leben doch eigentlich einzigartig und er etwas Besonderes ist? Hat er denn niemanden, der ihm eine Vision, der ihm Orientierung für sein Leben gibt?

Und unweigerlich kommt die Frage: Was sind denn meine Ideale, meine Ziele? Worauf vertraue ich, wenn ich weitreichende Entscheidungen für mein Leben zu treffen habe? Was gibt mir die nötige Sicherheit und Festigkeit bei den kleinen alltäglichen Entscheidungen in meinem Leben?

Es gibt Menschen, die versuchen, mit buddhistischen oder anderen fernöstlichen Weisheiten das Leben zu meistern. Andere lassen sich die Zukunft von Wahrsagern voraussagen. Obwohl es uns hier in Mitteleuropa materiell so gut geht wie wohl keiner Generation vor uns habe ich den Eindruck, dass die Angst vor der Zukunft größer ist als je zuvor. Die Menschen glauben die unglaublichsten Sachen, als wären sie der Weisheit letzter Schluss.

Ich erinnere mich, dass der amerikanische Präsident Obama fast wie ein Messias in sein hohes mächtiges Amt hineingewählt - und von den Deutschen und Europäern hineinbegleitet wurde. Der Nimbus als Heilsbringer ist ihm inzwischen fast völlig abhandengekommen. Warum? Er ist auch nur ein Mensch…!

In dem Satz vom Anfang aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer im 4. Kapitel wird uns Abraham als leuchtendes Beispiel des Glaubens, des Vertrauens auf Gott und seine Verheißungen vor Augen gestellt. Dies geschieht nicht, damit wir uns mit ihm ein Idol aufbauen. Das wird uns gesagt, damit „wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten“ – so Paulus ein paar Sätze später. Der Apostel will die Römer dazu ermutigen, sich dem lebendigen Gott zuzuwenden, dem, der allein in der Lage ist, alles zu tun, was er sich vorgenommen hat. Wer seinen Sohn von den Toten auferwecken kann; ja, wer die ganze Welt mit allem Leben darin mit einem einzigen Wort und Gedanken ins Dasein rufen kann, der ist auch in der Lage, das durchzuziehen, worauf er sich für mich und mein Leben festgelegt hat. Diese Festlegung nennt die Bibel Verheißung, Versprechen.

Wenn Gott uns etwas verspricht, dann hat das ein anderes Gewicht als das, was Obama oder andere große Männer dieser Welt versprechen können.

Wenn Gott sagt: „Fürchte dich nicht“, dann ist das mehr wert ist als alle Worte von Menschen. Lesen Sie einmal Jesaja 41,10, da heißt es: „ Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.“ Schlagen Sie es ruhig mal auf und lesen sie weiter. Oder 1. Petrus 5,7: „Alle eure Sorgen werft auf IHN, denn ER sorgt für euch!“

Oder wie es in einem neueren Lied heißt: „Wer auf Gott vertraut, braucht sich nicht zu fürchten vor den Träumen der Nacht und der Einsamkeit. Er darf mit Hoffnung in den neuen Tag gehen. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich beschützen Tag und Nacht.“

Wir müssen unsere Sorgen und Nöte, unser Leid und unsere Zweifel nicht ersäufen oder betäuben, sondern wir können sie auf den schieben, der gesagt hat: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir.“ Denn „was Gott verheißt, das kann er auch tun“.

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