/ Wort zum Tag

2. Samuel 22,2

Bibelvers

Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.

2. Samuel 22,2

Diese Versangabe kann man sich leicht merken, schon deshalb taugt die Losung von heute als Lebensmotto. Sie steht im 2. Buch Samuel, in Kapitel 22. Sie ist Vers 2, also kurz 2. Samuel 22, 2: „Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.“

Ein David-Satz ist das, nicht aus den Psalmen, sondern eben aus dem 2. Buch Samuel. Der singende König hat ihn notiert, nachdem sein Erzfeind Saul gestorben ist und nachdem auch die anderen Feinde besiegt sind. Er stimmt ein Lied an und preist nicht seine eigene Tapferkeit, seine eigene Schläue, seine Geschicklichkeit, seinen Mut. Er preist seinen Herren, Jahwe. Er preist Gott: Gott ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.

Im nächsten Vers findet er weitere Bilder, Gott ist mein Hort, auf den ich traue. Mein Schild und Berg meines Heils. Mein Schutz und meine Zuflucht. Mein Heiland.

Dabei liegen Wochen, ja Monate und Jahren hinter ihm, in denen David daran zuweilen gezweifelt hat. In denen er das Gefühl hatte, er steht auf Treibsand. Je mehr er sich bewegte, desto tiefer sank er ein. Da war auch keine Burg weit und breit. Schutzlos und ausgeliefert stand er auf einem freien Feld und ein Erretter war weit und breit nicht auszumachen. Und doch, so sagt David es jetzt rückblickend, war Gott immer da. Hat er seinen Füßen einen festen Stand gegeben, hat er ihn beschützt, hat ihn gerettet. Sonst wäre er dort nie angekommen, wo er heute ist.

Wie ist es mit mir? Wie ist das mit uns? Haben wir zuweilen eine eingeschränkte Wahrnehmung? Haben den Eindruck, wir würden in Sorgen und Problemen versinken und stehen doch auf festem Grund? Haben den Eindruck, jeder könnte mit uns machen, was er wollte und sind doch geschützt? Haben den Eindruck, wir wären rettungslos verloren und Hilfe ist nirgendwo in Sicht. Und liegen doch längst auf der Tragbahre unsres himmlischen Rettungssanitäters? Können wir bei David lernen, dass wir dem Augenschein nicht trauen dürfen? Dass es hinter unserer Wirklichkeit eine andere Wirklichkeit gibt? Dürfen wir unseren Empfindungen nicht trauen? Sind wir gehalten, auch wenn wir uns haltlos vorkommen? Sind wir gerettet, auch wenn wir uns rettungslos überfordert fühlen?

Ja, es ist wohl so und wie David sehen wir das meist erst im Rückblick auf unser Leben.
„Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.“ Er ist es. Er war es. Er wird es auch künftig sein.
Sich darauf verlassen, ist wohl Glauben gegen den Augenschein. Ist Vertrauen gegen die eigenen Empfindungen. Aber wo bekomme ich diesen Glauben her, dieses Vertrauen? Kann man sich das antrainieren? Vielleicht. Aber das geht nicht lange gut. Sich selbst immer wieder Mut zu zusprechen ist irgendwann vergebliche Liebesmüh. Nein, wir brauchen einen anderen, der uns das zuspricht. Gott selber will dieser andere sein. Er hat uns sein Wort gegeben, schwarz auf weiß, mit der Bibel.

Jesus nennt später in der Bergpredigt dieses Wort Gottes einen Felsen. „Wer zu mir kommt und hört meine Rede und tut sie, der gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels.“ Sich dieses Wort von Gott sagen zu lassen. Sich auf dieses Wort von Gott verlassen und im Vertrauen auf dieses Wort den Alltag mutig und zuversichtlich unter die Füße nehmen. Das heißt ein Leben auf sicherem Fels leben.

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