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Apostelgeschichte 14,15

Bibelvers

Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.

Apostelgeschichte 14,15

Das Neue Testament erzählt davon, wie der Apostel Paulus unterwegs war, um Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen. Engagiert und überzeugend trat er auf, wo immer sich Menschen um ihn und um sein kleines Team versammelten. Auf seiner Missionsreise war Paulus auch nach Lystra, einer kleinen Stadt in der heutigen Türkei gekommen. Ein Mann, der von früher Kindheit an gelähmt war, hörte Paulus zu. Auf ihn trat der Apostel zu und forderte ihn auf zu stehen und zu gehen. War das nicht ein mutiges, geradezu sensationelles Vorgehen? Aber hatte nicht Jesus seinen Missionaren zugesagt, dass Zeichen und Wunder ihre Predigt begleiten würden? Darauf vertraute Paulus bei seiner mutigen Aufforderung. Was würde geschehen? Der Gelähmte stand auf und konnte gehen. Die Heilung bekräftigte die von Paulus und seinem Begleiter Barnabas verkündigte Botschaft von dem Messias Jesus Christus. Großes Staunen bei den Umstehenden! Wie würden sie auf dieses Wunder reagieren? Begeistert fingen sie an, das Missionsteam um Paulus als Götter zu verehren.

Hierin wird deutlich, dass auch die klarste Botschaft von Jesus Christus missverstanden und fehlgedeutet werden kann. Wie aber reagieren die Apostel? Lukas berichtet: Paulus und Barnabas sprachen: „Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.“ Entschieden wehren sich also die Beiden gegen jede Form falscher Verehrung. Sie waren ausgezogen, um die Menschen zu einer Hinwendung zu dem Messias Jesus Christus einzuladen und nicht eigene Verehrung einzustecken. Dieser Berufung blieben sie treu. Sie wollten nichts auf ihr Konto verbuchen lassen, was alleine Gott zustand. Er muss das alleinige Zentrum bleiben. Auch die tüchtigsten Boten von Jesus dürfen bei ihrem Dienst nicht selbst in die Mitte rutschen.

Ein uralter Bericht aus der frühen Missionsgeschichte, der aber doch eine klare Botschaft für heute zum Inhalt hat: Bei jedem Dienst für Jesus gehört Gott die Ehre. Wie können wir denn überzeugend zum Glauben an Jesus Christus einladen, wenn sich alles um uns selbst dreht? Paulus und Barnabas blieben bei ihrem Dienst auf klarem Kurs. Es ging ihnen um Jesus und um ihn allein.

Was sich damals in Lystra abspielte, wird uns heute sicherlich nicht in der gleichen Weise begegnen. Es ist schon selten, dass Menschen diejenigen göttlich verehren, die ihnen die Botschaft von Jesus bringen. Jedoch sind auch wir gefährdet,  uns selbst und nicht Gott ins Zentrum zu rücken, wenn andere uns hofieren. Wer in der Gemeinde treu seinen Dienst tut, sollte sicherlich gelegentlich ein Dankeschön, eine Ermutigung und immer wieder treue Fürbitte erfahren. Die Ehre aber bleibt bei dem Herrn der Gemeinde, bei Jesus Christus. Er steht im Zentrum und nicht seine Boten. Wir Christen leben und handeln allein durch Gottes Gnade.
 

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