/ Wort zum Tag

Kolosser 3,10

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Ihr habt den neuen Menschen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.

Kolosser 3,10

Der Apostel Paulus schreibt: Legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Läste­rung, schandbare Worte aus eurem Munde; belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat“ (Kolosser 3, 8-10).

Mit dem Bild eines Kleiderwechsels beschreibt Paulus das neue Leben durch Jesus Christus. Zu diesem „Ausziehen“ des alten Menschen und „Anziehen“ des neuen hat der Reformator Martin Luther geschrieben: „Der ganze Mensch muss in das Evangelium kriechen … und die alte Haut ausziehen wie die Schlange es tut … So wird er also ein ganz anderer neuer Mensch, der alles anders ansieht als vorhin. Anders richtet … Anders redet … Anders liebt … Anders wirkt …!“ So Martin Luther dazu.

Dieser Glaube an Jesus Christus ist das Entscheidende im Leben eines Christen.Trotzdem gibt es so viele unwichtige Fragen, über die sich Christen sogar ganz kräftig streiten.

Da gibt es Christen, die stellen ganz feste Maßstäbe auf. Sie wissen ganz genau, was ein Christ darf und nicht. Bis in die Sprache hinein wollen sie Einheitstypen schaffen. Sie schneiden an anderen Christen herum, wie man ein Kleid zurechtschneidert. So lange bis alle gleich aussehen. So wie Konfektionsware. Sie haben sicher schon mal gesehen, wie das aussieht, wenn 30 Kleider auf der Stange hängen, alle ein Zuschnitt, eine Farbe, ein Webmuster.

So wünschen sich manche Christen, dass alle Christen so sind. Alle sollen dasselbe fühlen, denken und tun.Doch das Kleid des Christen, von dem Paulus spricht, hat nichts mit meiner Frisur oder meinem Jacket zu tun, um nur zwei Beispiele zu nennen. Das neue Kleid ist all das, was Jesus für mich möglich gemacht hat.

Wie das in den einzelnen Lebensbereichen aussieht, zeigt Jesus einem Menschen ganz persönlich. Das neue Kleid ist eben keine Zwangsjacke, sondern ein Festgewand. Die Alltagskleidung habe ich ja „ausge­zogen“. In dieser Alltagskleidung bin ich früher ganz ungeniert umherspaziert – ganz nach der Mode dieser Welt. Doch nun gehört das alte Kleid in die Alt­kleidersammlung. In dem neuen Kleid aber bin ich ein freier Mensch. Das bedeutet dann zum Beispiel: Ich rede anders mit den Menschen und auch anders über die Menschen, die nicht anwesend sind. Anstatt lieblos rede ich freundlich. Anstatt schmutzige Wörter gebrauche ich sinnvolle. Anstatt zu lügen sage ich die Wahrheit.

Solche Kleidungsstücke sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch nützlich und gut zu tragen. Vielleicht sieht ja der eine oder andere meiner Zeitgenossen, meine neuen Kleidungs­stücke und wird ganz neugierig und fragt sich, wo es denn etwas so schönes zum Anziehen gibt.


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