/ Wort zum Tag

Jesaja 7,4

Bibelvers

Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt

Jesaja 7,4

Solche Sätze lasse ich mir gerne gefallen. Am Morgen. Am Mittag. Am Abend. Zur Nacht. „Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.“ Ursprünglich hat der Prophet Jesaja diesen Satz zu König Ahas gesagt. Einem König von Juda, dessen Land von zwei Nachbarstaaten bedroht wird. Aber dieses Wort ist nun die Losung für heute. Und ich will und darf es als ein Wort Gottes an mich verstehen. Hier und heute.

So ein Wort lasse ich mir gerne gefallen. Ich lese es lieber als ein Gerichtswort. Lieber auch als eine Ermahnung. Doch wenn ich genauer hinschaue, beginne ich zu zögern. Denn was dieses Wort von mir erwartet, was es von mir fordert, fällt mir nun alles andere als leicht. Still sein und abwarten – das gehört nun wirklich nicht zu meinen liebsten Verhaltensmustern. Ich will viel lieber was tun. Ich will nach Lösungen suchen. Und ich will versuchen, diese Lösungen mit aller Kraft umzusetzen. Besonders dann, wenn ich in einer bedrohlichen Situation stecke. Vielleicht ist das ein typisch männliches Verhaltensmuster. Der amerikanische Autor John Grey hat in seinem berühmten Buch „Männer sind anders. Frauen auch.“ das schon vor rund 15 Jahren so beschrieben: Wenn zum Beispiel eine Frau ihrem Mann ein Problem schildert, dann zieht er sofort den Heimwerkeranzug an und versucht, dieses Problem zu lösen. Dabei will seine Frau aber vielleicht gar keine Lösung. Sie will nur über das Problem mit ihm reden.

Still sein und abwarten. Auf Gott vertrauen, auf seine Hilfe setzen – das fällt uns Männern ausgesprochen schwer. Aber Frauen möglicherweise auch. Dabei soll ich mich nicht fürchten. Dabei muss ich mich nicht fürchten. Dabei darf mein Herz unverzagt sein. Denn Gottes Möglichkeiten beginnen doch dort, wo meine aufhören. Das habe ich tausendfach erfahren. Gott ist doch der Allmächtige und der Barmherzige. Er ist doch derjenige, der alles weiß und alles kann und der mich dazu noch unendlich liebt. So sehr liebt, dass er mir seinen Sohn Jesus Christus geschenkt hat. Er ist der Große und der Nahe.

Auch daran will mich das Wort für heute erinnern. Apropos erinnern: „Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ – ermahnt Psalm 103.

Und wenn dir die Geschichten deines eigenen Lebens nicht ausreichen, dann lies immer wieder mal die Geschichten in der Bibel. Eine hat mich persönlich vor ein paar Wochen noch einmal angesprochen. Da wird das Reich Juda wieder belagert. Jetzt ist Hiskia König, der Sohn von Ahas. Der Feind hat sich schon beinahe alle Nachbarvölker unterworfen. Es ist Sanherib, der König von Assyrien. Der verhöhnt das Volk in Juda und seinen König. Der verhöhnt auch seinen Gott. Was tut Hiskia? Er geht in das Haus des Herrn. Er geht in den Tempel. Er betet. Und er erfährt, dass der große König Sanherib wenig später unverrichteter Dinge abzieht.

„Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.“ So ähnlich hat nun Jesaja auch zu ihm gesprochen und Hiskia hat sich das sagen lassen. So ähnlich spricht er auch zu Ihnen. Egal, was Sie bedroht, egal, was Ihnen den Boden unter den Füßen wegziehen will, egal, was Ihnen jede Lebensfreude und jeden Glaubensmut zu rauben versucht: Vertrauen Sie auf Gott! Gott sagt Ihnen zu: Fürchte dich nicht! Nichts und niemand kann dich aus meiner Hand reißen. Nichts und niemand kann dir meine Liebe streitig machen. Dein Herz sei unverzagt. Was Ahas erlebt hat, was Hiskia erlebt hat, sollst du wieder erleben: „Du kannst“, um das mit den Worten von Paulus zu sagen, „stark sein in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“

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