/ Wort zum Tag

Matthäus 5,45

Bibelvers

Der Vater im Himmel lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Matthäus 5,45

Jesus Christus spricht in Matthäus 5,45: „Der Vater im Himmel lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“

Jesus spricht dieses Wort im Rahmen einer seiner großen Reden, der Bergpredigt. Dabei nimmt er hier Bezug auf eine alltägliche Erfahrung der Menschen, die ihm dabei zuhören. Sie alle wussten das damals, was auch wir heute wissen, ohne groß darüber nachzudenken: Wenn die Sonne scheint, dann scheint sie für alle Menschen einer Region, und wenn es regnet, dann fällt der Regen, ohne Unterschiede zu machen, auf alles Land für alle Menschen. Der Regen feuchtet die Erde, damit es wachsen kann. Für Mensch und Tier kann dann Nahrung wachsen, für die Quellen, aus denen wir leben, gibt es wieder frischen Nachschub.

Es ist aber nun nicht so, dass Jesus grundsätzlich von Sonne und Regen, also einfach so vom Wetter oder der Natur sprechen will. Sondern wenn er sagt: „Der Vater im Himmel lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“, dann stellt er das in einen bestimmten Zusammenhang unseres Lebens mit Gott, dem Vater. Er macht klar: Gott ist es, der dafür sorgt, dass wir alle leben können. Alle sollen Gottes Güte erfahren durch die guten, lebensfördernden Ordnungen seiner Schöpfung. Jesus zeigt damit aber zugleich auch die Abhängigkeit aller Menschen, der Guten und der Bösen, von Gottes Barmherzigkeit:

Allen Menschen gleich spendet er seine Güte. Denn wir alle leben davon, dass die Sonne uns ihre Lebenskraft spendet und der Regen die Erde fruchtbar macht, dass das Wasser unser Leben erhält.

Das ist das eine, wohin Jesus die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer lenkt: uns diese Güte Gottes deutlich zu machen, die für alle da ist.

Das andere ist dies: So wie Gott seine Güte und Liebe allen Menschen gleich schenkt, so sollen wir Christen als seine Kinder seine Güte und Liebe ebenfalls allen Menschen zeigen. Daran sollen wir erkannt werden. Wir sollen nicht nur die Menschen lieben, die uns lieben, sondern alle unsere Mitmenschen, einschließlich unserer Feinde. Dadurch soll unsere Zugehörigkeit zu Gott deutlich werden. Denn allen, nicht nur denen, die ihn lieben, sondern auch denen,  die seine Gebote nicht befolgen, lässt Gott die Sonne scheinen. Für alle lässt er es regnen. Er entzieht den Bösen und Ungerechten nicht einfach die Lebensgrundlagen.

Jesus hat dazu in der Bergpredigt gesagt: „Ihr wisst, dass gesagt worden ist: ‚Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind!‘ Ich sage euch aber: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! So werdet ihr zu Kindern eures Vaters im Himmel! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über bösen und guten Menschen. Und er lässt es regnen auf gerechte und ungerechte Menschen.“

Sonnenschein und Regen sind für uns sehr sinnliche Erfahrungen. Wir können spüren, wie die Sonne unser Gesicht erhellt und erwärmt, wie der Regen auf uns fällt und unsere Haut benetzt, wie die Erde feucht wird. So soll es mit dem von Jesus gegebenen Gebot der Feindesliebe und unserer Fürbitte ja auch sein: Menschen sollen erfahren und verspüren können, dass Christen ihre Liebe nicht nur in der Theorie, das Liebesgebot nicht nur auswendig gelernt und im Kopf haben. Wir Christen sollen auch heute unsere Liebe durch erfahrbare, lebensfördernde Taten praktisch werden lassen. Wir sollten das Liebesgebot Jesu ja deshalb auswendig können, damit es durch uns „sich nach außen wenden“ kann.

Wenn dies geschieht tragen wir dazu bei, dass Hass und Feindschaft überwunden werden, dass Frieden und Gerechtigkeit auf Erden zwischen Menschen und Völkern durch unser Leben wachsen.

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