/ Wort zum Tag

Lukas 6,38

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Das hat Jesus gesagt. Das klingt wie ein Gesetz aus einer anderen Welt. Viel mehr passt doch in unsere Zeit der Werbeslogan, der vor einiger Zeit verbreitet wurde: „Geiz ist geil.“ Darauf sind viele Menschen ansprechbar, weil sie mehr haben wollen. Doch Geiz ist nicht geil. Geiz macht einsam. Geiz lässt einen lieblos gegenüber anderen werden. Gott mag keinen Geiz, weil er uns – aus Liebe zu uns – überreich beschenkt hat mit vielen guten Gaben. Er möchte, dass wir davon anderen abgeben. Darum sagt Jesus: „Gebt, so wird euch gegeben.“

„Man muss empfangen“, hat Paul Tournier gesagt, „bevor man gibt, aber man empfängt nur, um zu geben.

Angesichts dieser Tatsache ist es für einen Christen beschämend, wenn er sich zwar immer wieder neu von Gott beschenken lässt, aber geizig vieles für sich behält.

Doch das Gesetz im Reich Gottes lautet: Nur wer empfängt kann geben. Aber man empfängt nie, um nur seinen Besitz zu vergrößern.

Erstaunlicherweise haben tatsächlich viele Christen schon festgestellt, dass das stimmt, dass dann, wenn sie anderen Menschen etwas schenken oder für Gottes Sache opfern, sie auch wieder etwas empfangen.

Eine junge arme Christin aus der Ukraine erzählte mir kürzlich, wie sie nach einem Gottesdienst den größten Schein in ihrem Portemonnaie für ein missionarisches Projekt gespendet hat, so dass sie danach äußerst sparsam haushalten musste, um überhaupt einigermaßen leben zu können. Doch dann bekam sie völlig überraschend von anderer Seite eine große Unterstützung. Doch diese Erfahrung der jungen Christin besagt noch nicht, dass einer immer das, was er gibt, bald auf andere Weise zurück bekommt.

Auf keinen Fall können Sie die Berechenbarkeit Ihres Gebens statistisch nachweisen.
Insofern sind Sie jedes Mal neu in die Entscheidung gestellt, ob Sie bereit sind, eine Gabe einzusetzen oder nicht.

Genau an dieser Stelle kommt Jesus Christus ins Spiel. Er hat etwas für uns getan, was eine einleuchtende Rechnung nicht kann. Er hat sich ohne Beweisführung für uns ans Kreuz schlagen lassen und hat es im wahrsten Sinne des Wortes darauf ankommen lassen, dass Gott ihn wieder aus dem Grab herausholt.

Was für Jesus in einzigartiger Weise gilt, trifft auch zum Beispiel auf die Liebe zu Ihrem Mann oder zu Ihrer Frau zu. Auch diese Liebe ist verbunden mit diesem Risiko.

Gottes Liebe ist zwar herzlicher als unsere Liebe, aber Jesus Christus erspart es uns nicht, immer wieder neu die Entscheidung zu treffen: Gebe ich etwas oder gebe ich nichts?

Lassen Sie mich an dieser Stelle ganz praktisch werden: Wenn Sie nicht verbittert sind in Ihrem Leben oder arm, dann haben Sie sicher kein Problem damit, einen kleineren Schein für Gottes Sache zu spenden. Wenn es zum Beispiel nur um 5 Euro geht, ist das zu verkraften.

Wohl verstanden nichts gegen kleine Spenden. Von ganz vielen kleinen Spenden lebt zum Beispiel der ERF.

Aber wie wäre es – falls Sie es nicht schon getan haben, bzw. immer wieder tun – dass Sie einmal auf Jesus Christus hin eine große Gabe verschenken. Eine solche Gabe, dass es für Sie ganz spannend wird, ob Jesus tatsächlich zu seinem Wort steht.

Wenn er aber dann zu seinem Wort steht, dann tun Sie in Ihrem Glauben einen gewaltigen Schritt nach vorne. Und ich verspreche Ihnen: Je häufiger Sie das wagen, umso mehr wird die Aufforderung „Gebt, so wird euch gegeben“ für Sie nicht mehr zum Risiko, sondern für ein ganz verlässliches Lebensgesetz Jesu Christi.

Wer gibt, öffnet seine Hände. Nur geöffnete Hände können geben – und dann auch wieder von anderen etwas empfangen.


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