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Psalm 125,2

Bibelvers

Wie um Jerusalem Berge sind, so ist der Herr um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit

Psalm 125,2

"Wie um Jerusalem Berge sind, so ist der Herr um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit " – so heißt es in Psalm 125, Vers 2.

Die Berge Jerusalems, das ist eine Bergkette im judäischen Gebirge, in deren Gebiet die Heilige Stadt liegt. Heute ein großes Naturschutzgebiet, von großen und kleinen Flussbetten durchzogen, in dem man wunderbar wandern und spazieren gehen kann.

In der Bibel ist vom Tempelberg die Rede, dem zentralen Heiligtum des jüdischen Glaubens, vom Zion, von der Kreuzigungsstätte Golgatha oder dem Ölberg. Viele Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament erzählen von Begegnungen der Menschen untereinander auf den Bergen Jerusalems, von Jesus Christus und von Begegnungen mit Gott, dem Vater. Die Berge Jerusalems sind für uns als Christen besondere Orte der Erinnerung. Sie zeigen, dass nicht die weltliche Herrschaft sondern stattdessen Ohnmacht und Leid Ausgangspunkt von Hoffnung und Heil sind. Jesus Christus, der auf einem Berg gekreuzigt wurde, starb mit den vertrauensvollen Worten: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände“. So steht es im Lukasevangelium.

Wenn ich die Bezeichnung „Berg“ höre, dann denke ich gleichzeitig an den Begriff „bergen“, was soviel bedeutet wie „jemanden in Sicherheit bringen“ oder „jemanden retten“. Auch das Wort „geborgen sein“ kommt daher. Wenn ich mich geborgen fühle, dann weiß ich, dass jemand da ist, der mich beschützt, der mich trägt und hält.

Und wer schon einmal im Gebirge unterwegs war, der hat ein Gespür bekommen für die Größe und Erhabenheit dieses Naturphänomens. Wenn ich durch ein Tal wandere, dann können mir die Berge ringsum Schutz und Geborgenheit vermitteln. Die Berge sind dann wie eine Mauer, ein Schutzwall, der zum Beispiel wilde Tiere abhält oder anderes, was mir zur Bedrohung werden könnte.

So wird der Psalmvers zu einem Bild für unser Leben: "Wie um Jerusalem Berge sind, so ist der Herr um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit."

Die Berge um Jerusalem sind ein Bild für die innige Umarmung Gottes, die er uns zusagt. Wir sind Gottes Volk, Menschen, die zu ihm gehören. Gerade in schweren Zeiten, die durch tiefe, unwegsame Täler führen. Wenn wir fallen, fängt er uns auf. Wenn wir nicht mehr weiter wissen, zeigt er uns den Weg. Gerade in Zeiten großer Trauer und Verzweiflung kann das Gespür für die tiefe Geborgenheit in Gott ganz intensiv werden. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“, heißt es in Psalm 121 – verbunden mit der Frage „Woher kommt mir Hilfe?“ Und die Antwort lautet: “Meine Hilfe kommt vom Herrn.“

Dass Sie sich bei Gott geborgen fühlen, das wünsche ich Ihnen!

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