/ Wort zum Tag

Matthäus 11,28

Bibelvers

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Matthäus 11,28

Neulich beim Geburtstagskränzchen war es mal wieder so weit: Wer hat die schlimmsten Gebrechen, die meisten Operationen überstanden, die düsterte Lebensperspektive? Ein abartig anmutender Wettkampf, auf den ich immer wieder stoße. Oder im Klassenraum während der Regenpause:Wer hat die anstrengendsten Eltern, das am wenigsten trendige Handy, wem droht das langweiligste Urlaubsziel?

Es scheint mir, dass das Klagen nicht nur gesellschaftsfähig geworden ist, sondern sozusagen selbst schon ein Wert ist, der Anerkennung hervorruft. Natürlich haben manche Klagen mehr Berechtigung als andere. „Deine Probleme möchte ich haben“, sagt ein Mädchen, das noch nie im Ausland war, als sich ein Junge darüber beschwert, zum sechsten Mal mit seinen Eltern nach Mallorca fliegen zu müssen. Die Probleme des Krebskranken, der den Jahreswechsel vielleicht nicht mehr erleben wird, möchte niemand haben.

Da heißt es im Bibelwort aus dem Matthäusevangelium Kapitel 11 Vers 28 für heute:"Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken."

Mühselig und beladen – zwei altertümliche Bezeichnungen für das, was heute in aller Munde ist. Ob Überlastung und Krankheit oder Langeweile und Benachteiligung, kaum einer empfindet seinen Alltag nicht als mühselig, als mühsam zu bewältigen.

Und da sagt Jesus doch: Kommt her zu mir, ich will euch erquicken. Erquicken, auch so ein nicht mehr häufig benutzter Begriff, der trotzdem noch verständlich ist. Jesus bietet an, Kraft, Ruhe, Freude, Gelassenheit grade denen zu schenken, die all das am nötigsten brauchen. Toll. Und wie soll das gehen?

Eigentlich ist es ganz einfach. Beladen mit all meinen Problemen kreise ich nur um mich selbst. Gefangen in der Gedankenspirale meines Unglücks finde ich keinen Ausweg. Was ich brauche, ist ein Perspektivenwechsel. Kommt her zu mir, lädt Jesus ein. Wenn ich mich zu ihm wende, sortiert sich meine Lebenslast neu. Sie ist nicht verschwunden, Krankheit bleibt Krankheit, Kummer braucht weiter Trost, aber die Mauer, die ich mit meinen Klagen um mich errichtet habe, ist zerbrochen.

Nicht mehr meine Probleme sind das wichtigste auf der Welt, sondern die Geborgenheit in der Gemeinschaft mit Gott, die in all meiner Unvollkommenheit schon beginnt und damit alles andere auf die richtigen Plätze rückt. Damit sind Krankheit und Probleme nicht verschwunden, aber sie machen nicht mehr mein ganzes Leben aus. Jesus erquickt, das heißt er bietet Kraft, Ruhe, Freude, Gelassenheit, Geborgenheit.

Wie könnte ich dieses Angebot ausschlagen!

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