/ Wort zum Tag

1. Korinther 15,58

Bibelvers

Darum seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

1. Korinther 15,58

Wer an der Küste unterwegs ist, kann sie gut beobachten, die Kapitäne, Steuermänner, Fischer, also die Seeleute. Menschen, die sich scheinbar durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Sie bewegen sich selbstverständlich und sicher auf ihren kleinen und großen Schiffen.

Als Landratte bewundere ich sie uneingeschränkt. Denn: Wasser hat keine Balken. Und: Mich kann schon allein das leichte Schaukeln eines Bootes aus dem Rhythmus bringen. An all das musste ich denken, als ich einen Bibelvers las. Paulus schreibt an Christen in der Hafenstadt Korinth: Seid fest! Lasst euch durch nichts erschüttern! D.h. doch: Die meisten geraten immer wieder ins Schlingern, werden erschüttert. Wodurch?

Schweres Leid bei uns und anderen kann uns schon erschüttern. Wir lassen uns aus der Fassung bringen, wenn wir Katastrophen miterleben, bzw. grauenvolle Bilder davon sehen. Oft werden wir von dem Gefühl überrollt, kein Land mehr zu sehen den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen. Ich frage dann, wie ich fest bleiben kann. Paulus sagt: "Darum seid fest" auf dem Hintergrund von Ostern. Das alles kann nur zusammen mit Ostern gedacht werden.

Paulus bittet uns: Dann denkt daran, bei allem, was geschieht, im Kleinen wie im Großen: Es ist nicht das Letzte. Und selbst wenn es so aussieht: Es gibt immer ein Danach, einen Neuanfang. Was dann folgt, hat immer eine andere Qualität.

Ich weiß, das hört sich wie eine Vertröstung an. Nur: Was würden wir denn verlieren, wenn es tatsächlich nur leere Versprechungen wären? Nichts! Dann ist es eben so. Aber wenn wir die Hoffnung aufgeben, wo es noch Hoffnung gibt, ... dann wären wir schon Deppen. Rein von der Logik her: Lasst euch nicht erschüttern. Werft die Hoffnung nicht leichtfertig weg. Bitte, orientiert euch an Ostern!

Auch dann, wenn ihr von der christlichen Gemeinde vor Ort bitter enttäuscht seid. Wer Jesus nachfolgt, sich in seiner Gemeinde, in der neuen Familie Gottes engagiert, steht tatsächlich manchmal in der Versuchung, zu sagen: Warum tue ich mir das an? Manchmal kann Gemeinde, der liebe Bruder, die liebe Schwester richtig ätzend sein. Ich brauche das nicht lang und breit beschreiben.

Paulus erinnert uns hier und heute daran: Seit Ostern ist alles, was ihr für Jesus tut, nicht vergeblich. Nichts ist vergeblich, wenn ihr es in Jesu Namen, in seinem Auftrag tut. Alle Arbeit für ihn steht unter der Verheißung von Ostern. Denn: Seit Ostern müssen wir uns nicht mehr allein abstrampeln. Wer mit Jesus unterwegs ist, hat einen Lebendigen an und auf seiner Seite. Jesus geht mit, neben uns, vor uns, hinter uns. Seine Auferstehung setzt neue Kräfte frei, reißt uns mit, lässt Menschen wachsen und bewegt sie. Nach Ostern dürfen wir neu den Ton der Hoffnung hören: Nicht vergeblich!

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