/ Wort zum Tag

Lukas 8,39

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Geh wieder heim und sage, wie große Dinge Gott an dir getan hat. Und er ging hin und verkündigte überall in der Stadt, wie große Dinge Jesus an ihm getan hatte.

Lukas 8,39

Großes habe ich erlebt. Manches grenzt an ein Wunder.

Da sind wir in Altruppin. Bekannte haben uns geraten, seht euch diesen Ort an.

So fuhren meine Frau und ich durch den Ort. Zuerst fanden wir nichts. Dann kehrten wir wieder um. Noch einmal ging es nun langsam durch den Ort. Wir hielten auf einem großen Parkplatz, der zu einer Gaststätte gehörte. Wir parkten dort. Als ich ausstieg, sah ich am Straßenrand ein älteres Ehepaar stehen. Ich dachte, gleich höre ich Vorwürfe, weil ich hier parke. Doch dann stellte sich schnell heraus, es war mein Bruder mit seiner Frau. Sie waren aus Wittenberge nach Altruppin verzogen und gerade vor 30 Minuten angekommen und wollten spazieren gehen. Da wir sie wegen ihres Umzugs nicht in Wittenberge besuchen konnten, war das jetzt für mich so, als sei der Himmel auf die Erde gekommen. Wir sahen uns das neu bezogene Haus an und hatten Zeit, miteinander zu reden. Wirklich, wie ein großes Wunder, ein Geschenk des Himmels.

Doch Wunder haben wir weithin noch mehr erlebt. Da wurden Gebete unerwartet von Gott erhört. Da fielen Bibelworte in meinen Alltag. Sie gaben mir Mut, setzen Hoffnung und richteten mein Leben neu aus. Immer wieder war Gott nah, in Gottesdiensten, Bibelgesprächsabenden, Gesprächen und beim Bibellesen.

Andere wissen um andere Erfahrungen. Sie wurden frei von Drogen, Alkohol und gesellschaftlichen Zwängen. Sie konnten aufatmen, weil Gott ihre Schuld vergab. Selbst Juden und Moslems erkannten in Jesus den Schlüssel zu Gott. Seitdem setzen sie ihr Leben aufs Spiel, um heute auf vielfältige Weise Jesus bekannt zu machen. Selbst da, wo Aberglaube und okkulte Praktiken versklavten, sind Menschen frei geworden und starteten neu in die Zukunft.

Das alles hat Jesus Christus im Blick. Konkret hat es der Geheilte und Befreite erlebt, von dem Lukas erzählt. Einst war er von Legionen Teufeln und Geistern besessen und zur Unmenschlichkeit verzeichnet. Fern der Menschen musste er außerhalb des Ortes hausen. Menschen, die seiner nicht Herr werden konnten, ihn wie ein Tier einstuften, sahen nun durch das Wirken Jesu einen befreiten Menschen, der in die Ebenbildlichkeit Gottes zurück gewonnen ist.

Jesus benennt dieses Wunder als Tat Gottes. Nach Luther heißt es „wie große Dinge Gott an dir getan hat“. Gott also hat durch das Wort Jesu unerwartet Neues geschaffen.

Das geschieht auch heute! Mag die Macht des Teufels und der bösen Geister nicht immer solche klaren Konturen wie bei jenem Besessenen zeigen, so sind doch heute viele versklavt in ihre Ideen, Illusionen, Wertvorstellungen, Religionen und Verhaltensweisen. Die Rechthaberei hat zugenommen. Die Lüge ist zum eigentlichen Gesellschaftsspiel geworden. Viele sind versucht, sich vor anderen zu verteidigen und zu behaupten. Die Schuld wird auf andere abgewälzt, auch wenn es um finanzielle Bereiche geht. Selbst da, wo das Versagen die Schuld verdrängt, bleibt die Gewissensbelastung und versagt jede Selbstentschuldigung.

Damit auch andere Menschen erfahren, dass Gott durch Jesus Christus Wunder tut, entlastet und befreit bis in den seelischen, geistigen und körperlichen Bereich hinein, sagt Jesus Christus dem Befreiten: „Geh wieder heim und sage, wie große Dinge Gott an dir getan hat“

Damit macht Jesus Christus diesen Geheilten und Befreiten zum Zeugen der Wirksamkeit Gottes in der Zeit. Er soll öffentlich in der Stadt ausrufen - gemeint ist das heidnische Gebiet der Zehn-Städte - was Gott an ihm getan hat. Es heißt „getan hat“. Es ist also wirklich geschehen. Andere, die ihn einst erlebten, sehen nun einen neuen Menschen, mit der Aufgabe: Gottes Tat an ihm zu bezeugen.

Für die Tatsächlichkeit der Befreiung durch Jesus Christus spricht die Reaktion des Befreiten: „Er ging hin und verkündigte überall in der Stadt, wie große Dinge Jesus an ihm getan hat“.

Die Frage an uns bleibt: Von welchen Dingen werde ich heute in der Begegnung mit Menschen in aller Dankbarkeit und Bescheidenheit reden? Werden es die von mir unverdienten Taten Gottes sein? Das wäre die sinnvollste Höchstform unseres Redens.


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