/ Wort zum Tag

Hebräer 13,5-6

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Seid nicht geldgierig, und laßt euch genügen an dem, was da ist. Denn der Herr hat gesagt "Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen." So können auch wir getrost sagen: "Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?"

Hebräer 13,5-6

Im Lehrtext der Herrnhuter Bibellese heißt es für diesen Tag: „Der Herr hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“ (Hebräer 13, 5).

 

Diesen Worten geht die Aufforderung voraus: „Seid nicht geldgierig und lasst euch genügen an dem, was da ist.“

 

Damit einer sich tatsächlich auf dieses praktische Christsein einlässt, wird zugleich die Verheißung nachgeschoben: „Der Herr sagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“

 

Über der Tür einer Tischlerwerkstatt, die sich im Unterge­schoss befand, standen die Worte: Die Residenz ist oben. Das lässt sich gut auf uns Christen übertragen. Auch wir Christen sollten unten arbeiten, aber oben leben. Ganz praktisch heißt das: Das Geld soll der Kommunikation zwischen uns Menschen dienen und nicht zur Erfüllung selbst­süchtiger Wünsche. Doch immer wieder kann man hören: „Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.“

 

Doch in der Bibel wird deutlich gesagt, dass Geld geradezu gefährlich für einen Menschen sein kann. Es lohnt sich eben nicht, nach dem Motto zu leben: „Je mehr er hat, je mehr er will. Nie schweigen seine Klagen still.“ Nicht dass das Geld in der Bibel verteufelt wird. Das Problem ist auch nicht das Geld, sondern der Mensch. Gerade weil mit dem Geld so viel zu machen ist, denken viele, dass mehr Geld sie noch glücklicher macht. Jesus aber hat darauf hingewiesen, dass das Geld uns in ein Dienstverhältnis zwingt, aus dem wir nur herauskommen, wenn er unser Herr ist. Dabei ist der Weg zwischen Entbehrung und Überfluss nicht leicht. Jesus hat gesagt: „Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz.“ Wenn ich mich also zu sehr an den Besitz hänge, bin ich unfrei, bin ich ein Sklave des Geldes.

 

Letztendlich erlange ich wirkliche Zufrieden­heit nicht durch noch mehr Gewinn, sondern durch meine Beziehung zu Jesus Christus. Der Apostel Paulus hat seinem Mitarbeiter Timotheus geschrieben: „Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird“ (1.Timotheus 6, 6). Zufriedenheit ist also eine positive Folge meiner Frömmigkeit.

 

Als Charles Haddon Spurgeon (1834-1892), ein bekannter englischer Baptistenpastor, einmal unterwegs war, stellte er plötzlich zu seinem Entsetzen fest, dass er seine Fahrkarte verloren hatte. Der einzige Mitreisende in dem Eisenbahnabteil bemerkte, dass Spurgeon seine Taschen durchsuchte und sagte: „Ich hoffe, Sie haben nichts verloren.“ Spurgeon erzählte ihm, dass seine Fahrkarte verschwunden sei und dass er auch sonst kein Geld bei sich hätte. „Doch dies regt mich nicht auf“, sagte Spurgeon, „denn sehen Sie, ich arbeite für meinen Herrn. Und ich hatte bisher so viele Beweise göttlicher Vorsehung. Sicher werde ich seine Hilfe auch jetzt erfahren.“

 

Kurz danach betrat der Schaffner das Abteil. Er grüßte den Mitreisenden des Pastors, welcher leise etwas zu ihm sagte. Daraufhin verließ der Bahnbeamte sofort das Abteil. „Es ist merkwürdig“, sagte Spurgeon, „dass der Schaffner meine Fahrkarte nicht sehen wollte.“ „Nein“, sagte der Herr, „es veranschaulicht nur, was Sie mir über Gottes Vorsehung erzählt haben. Ich bin nämlich der Generaldirektor dieser Eisenbahn­gesellschaft. Sicherlich hat Gott dafür gesorgt, dass ich gerade jetzt mit Ihnen reise.“

 

Auf Gott ist eben Verlass!


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