/ Wort zum Tag

Johannes 17,3

Bibelvers

Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Johannes 17,3

Kennen Sie Jesus?
Was für eine Frage, ein paar Tage nach Ostern und dann auch noch bei dem „Wort zum Tag“.  Aber es ist gut, das, was für uns mit Jesus keine Frage ist, einmal zu hinterfragen. Denn: Jesus und den wahren Gott zu erkennen, das ist nicht einfach. Warum sonst wohl betet Jesus (in Johannes 17) so intensiv für seine Jünger und für alle Menschen, die an ihn glauben werden? Wesentlich in dieser Fürbitte ist, dass die Menschen das Wesen Gottes und Jesus als Sohn Gottes begreifen. Denn es geht um unser Leben.

Wer ist Jesus?
Diese Frage wird uns im Johannesevangelium immer wieder gestellt. Sie muss nicht extra formuliert werden, denn diese Frage ergibt sich aus den Begegnungen und Auseinandersetzungen zwischen Jesus und den unterschiedlichen Menschen.

Kennen Sie Jesus?
Diese Frage hätte man den Zeitgenossen von Jesus stellen können. Ja, viele kannten ihn oder meinten zumindest, ihn zu kennen. Sie kannten seine galiläische Heimat. Sie kannten Jesus als ältesten Sohn seiner Eltern. Bekannt waren auch seine rhetorischen Fähigkeiten und die Wundertaten. Und nicht zuletzt wussten sie, dass er gerne mit sogenannten Außenseitern zusammen war. Dazu gehörte auch, dass Jesus die religiöse und politische Elite des Volkes immer wieder attackierte.

Geteilt waren daher die Meinungen über Jesus. Es gab Sympathisanten und Gegner, begeisterte Anhänger und erbitterte Feinde. Die Auseinandersetzungen über ihn spitzten sich gegen Ende seines irdischen Lebens immer weiter zu.

In der Dramaturgie des Johannesevangeliums sind wir nun an diesem Punkt angekommen. Die Diskussionen über und mit Jesus sind beendet. Kurz vor der Verhaftung von Jesus, wird uns hier in Johannes 17 erzählt, dass Jesus betet. Es ist die Bitte darum, dass diese Ereignisse mit ihm zur eindeutigen Erkenntnis führen.

Dieses Gebet von Jesus hat also eine Schlüsselfunktion für das, was wir in den letzten 4 Kapiteln des Johannesevangeliums lesen können: Das Leiden und der Tod Jesu am Kreuz. Seine Auferweckung vom Tod. Und der Auftrag des Auferstandenen an die Jünger. Sie sollen den Frieden und die Vergebung Gottes zu den Menschen bringen.

Dabei ist von Gott gesetzt seit Ostern das Ereignis des „ewigen Lebens“ durch die Auferweckung Jesu vom Tod. Diese Nachricht von Ostern muss aber bei uns auch richtig ankommen. Das ist mehr als eine sachliche Information. Darum heißt es: „den wahren Gott und seinen Sohn Jesus erkennen“.

Was ist Erkenntnis? Natürlich kommt da unsere Fähigkeit des Verstandes ins Spiel. Aber ein Bescheid wissen über Gott und Jesus, ein paar Fakten aus der Bibel, das ist erst der Anfang für die Erkenntnis des wahren Gottes. Bei dem Erkennen geht es um eine persönliche Glaubensbeziehung zu Jesus Christus. Gott selber will diese Glaubenserkenntnis und Glaubensbeziehung bewirken. Dafür setzt sich Jesus im Gebet ein. Damit lädt er uns heute ein, den Weg des Glaubens weiterzugehen. Dort werden wir neue Erfahrungen mit ihm machen, in denen unsere Erkenntnis weiter wachsen kann. Gott wird uns auf diesem Weg des Glaubens bewahren.

Darum denke ich an dieser Stelle an einen Zuspruch von Jesus, den ich im Lukasevangelium lesen kann. Jesus sagt: „Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Damit bin ich schon heute auf der Seite des Lebens.

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