/ Wort zum Tag

Apostelgeschichte 8,38-39

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. Philippus aber fand sich in Aschdod wieder und zog umher und predigte in allen Städten das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.

Apostelgeschichte 8,38-39

Philippus taufte den Kämmerer. Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich (Apg. 8,38f).

Ein Mauerfall bringt Freude hervor. Unvergesslich sind die Bilder, als die Berliner Mauer fiel. Die Menschen erklimmen das hässliche Bauwerk. Sie liegen sich in den Armen und führen Freudentänze auf. Tränen der Freude fließen. Feinde werden zu Freunden. Die Grenze ist gefallen. Der Weg in den Westen ist frei. Fröhlich marschieren die Menschen über den einstigen Todesstreifen. Dieser Mauerfall bringt Freude hervor.

Eine unsichtbare Mauer trennt den Finanzminister aus Äthiopien von Gott und von Gottes Volk. Diese Mauer will der Minister überwinden. Eine weite Reise liegt vor ihm. Von Afrika macht er sich auf den Weg nach Israel. Er will Gott im Tempel in Jerusalem anbeten. Die Sehnsucht nach dem lebendigen Gott lässt ihn Landesgrenzen überwinden. Ist er als Heide überhaupt im jüdischen Land willkommen? Darf er mit seiner dunklen Hautfarbe zum Volk Gottes gehören? Die Juden ziehen eine klare Grenze. Heiden sind nur bedingt erwünscht.

Eine weitere Mauer trennt den Kämmerer von den Frommen. Der Mann ist ein Eunuch. Durch eine Kastration hat man ihn zeugungsunfähig gemacht. Für die Juden ist klar: dieser Mann verstößt gegen den Willen Gottes. Solche Menschen dürfen nicht in die Gemeinde aufgenommen werden. Diese Tat trennt den Menschen von Gott. Diese Mauer kann nicht niedergerissen werden.

Eine dritte Mauer steht zwischen ihm und dem Volk Gottes. Er ist ein „Mächtiger“. Ein Mann mit Einfluss, Macht und Geld. „Ein Reicher kommt schwer ins Himmelreich“, heißt es selbst bei Jesus. Schlechte Aussichten für diesen Finanzminister.

Diese Mauern hindern den Minister nicht, sich eine Bibel in Jerusalem zu besorgen. Auf der Rückfahrt liest er den Propheten Jesaja. Seine bilderreiche Sprache versteht er überhaupt nicht. Er liest von Schaf und Lamm. Sie werden geschlachtet, und sie wehren sich nicht dagegen. Was hat das mit dem Glauben an Gott zu tun?

Zum Glück befindet sich der Evangelist Philippus auf dem gleichen Weg. Er trifft den Minister, spricht ihn an und erklärt ihm die Bibelstelle. Philippus erzählt von Jesus, dem Lamm Gottes. Jesus ist gekommen, um die Mauer zwischen Gott und den Menschen niederzureißen. Er ist gekommen, um das wegzunehmen, wo Menschen an Gott schuldig geworden sind. Wer kann schon sagen, er habe alle Gebote Gottes eingehalten? Jesus ist auch gekommen, um die Heiden zu Gott zu führen. Auch ihnen gilt das Geschenk des ewigen Lebens.

Der Minister kommt aus dem Staunen nicht heraus. Er macht gleich Nägel mit Köpfen. „Da ist Wasser. Was spricht gegen eine Taufe?“ Philippus tauft ihn auf der Stelle. Als der Minister aus dem Wasser heraussteigt, ist der Täufer spurlos verschwunden. Trotzdem zieht der Kämmerer fröhlich nach Hause. Er freut sich, weil die Mauern gefallen sind. Er gehört nun zu Gottes Volk. Nichts trennt ihn von Gott, die Hautfarbe nicht, auch nicht sein Stand oder sein Beruf. Er hat nun alles, was zum Glauben gehört: er hat Jesus und die Bibel.

Das gilt auch für Sie: Jesus ist heute für Sie da. Er redet zu Ihnen durch sein Wort. Er durchbricht Mauern. Ist das nicht ein Grund, heute fröhlich und voller Freude durch den Tag zu gehen?


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