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Hebräer 13,20.21

Bibelvers

„Der Gott des Friedens aber, der den grossen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

Hebräer 13,20.21

Das Wort für heute ist ein Segenswunsch, der vielleicht nicht so bekannt ist. Er steht am Ende des Hebräerbriefes, in den Versen 20-21 von Kapitel 13: „Der Gott des Friedens aber, der den grossen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

Ein ziemlich langer und komplizierter Satz. Das ist nicht erstaunlich. Diese beiden Verse sind u.a. eine Zusammenfassung der Glaubenslehre, die der Schreiber über volle 13 Kapitel hinweg entfaltet hat. Das ist an sich schon wichtig und hilfreich. Dennoch spricht mich an dieser Stelle etwas noch viel stärker an: Der Zuspruch von Gottes Hilfe. Der Schreiber wünscht seinen Lesern und Leserinnen, dass Gott ihnen hilft, so zu leben, wie es dem Glauben an Christus entspricht. Er soll uns befähigen und ertüchtigen, das zu tun, was ihm gefällt. Wie nötig haben wir doch diese Hilfe. Denn genau hier liegt das Problem, über das wir im Alltag immer wieder stolpern. Was richtig und gut wäre, das wissen wir ziemlich genau. Oft haben wir sogar den Willen, das Gute auch zu tun. Und doch gelingt es selten genug. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass im Leben zu wenig konkret wird, was gut wäre und Gott gefallen würde. Es ist das Dilemma, das Paulus im Römerbrief so formuliert: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“

Wenn unser Leben gelingen soll, brauchen wir Hilfe. Wie gut ist es da zu wissen, dass Gott nicht nur fordert. Ja, er wünscht sich von uns ein gutes Leben, das ihm gefällt. Doch er ist auch bereit, uns jede Hilfe zu geben, die zur Erfüllung seines Willens beitragen kann. Er unterstützt uns darin, so zu leben, wie er es sich wünscht. Die Gebetssprache der Psalmen kleidet diese Hilfsbereitschaft Gottes in anschauliche Bilder. Gott werde durch sein Wort den Weg vor uns ausleuchten, wird gesagt. Oder Gott wird als unser Schutz und Schild bezeichnet. Psalm 18 spricht davon, dass Gott uns fähig macht, über Mauern zu springen. Das können Mauern der Angst oder des Misstrauens sein, aber auch Mauern, die gebaut sind aus Steinen der Schuld und des eigenen Versagens. Sie lassen sich überwinden – mit Gottes Hilfe. Psalm 139 tröstet uns mit dem Versprechen, dass er immer da ist, uns von allen Seiten umgibt und uns in dem, was uns herausfordert, nicht allein lässt.

Solche und andere Zusagen greift der Hebräerbrief zum Abschluss auf. Sie werden verknüpft mit der Heilswirkung von Christi Kreuz. Und schliesslich wird uns mit einem Segen die Hilfe Gottes umfassend zugesprochen. Wir sollen es wissen: Mit diesem Gott im Rücken brauchen wir vor nichts mehr Angst zu haben. Im Vertrauen auf ihn kann gelingen, was Gott sich von uns wünscht. Denn es gilt, auch für uns, heute: „Der Gott des Friedens aber … mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

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