/ Wort zum Tag

Kolosser 2,15

Bibelvers

"Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus."

Kolosser 2,15

Paulus erinnert uns an einen römischen Feldherrn, der nach einer siegreichen Schlacht begeistert von seinem Volk empfangen wird und die besiegten Könige und Generäle gefangen vor sich herführen lässt. Christus ist Sieger geworden über alle Mächte und Gewalten, so lautet die Botschaft des Apostels.  Wir erinnern uns an die Worte des auferstandenen Christus: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“.

Aber sieht es in unserer Zeit nicht ganz anders aus? Der christliche Einfluss scheint in unserer Gesellschaft immer weiter zu schwinden, der Kirchenbesuch nimmt ab. In vielen Teilen der Welt müssen Christen um ihres Glaubens willen leiden, viele werden zu Märtyrern. Wie kann man da von einem Sieg sprechen?

Schon zu seinen Lebzeiten hat uns Jesus gesagt, dass die göttlichen Siege anderer Art sind. Jesus gibt sein Leben hin. „Er ist dem Vater gehorsam bis zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn Gott erhöht“, so formuliert es Paulus im Brief an die Philipper.

Bei einem Rückblick auf die Geschichte beobachte ich drei Tatsachen, die mich meines Glaubens an Jesus als den Sieger immer wieder gewiss machen. Die bestätigen, was im Kolosserbrief, Kapitel 2, Vers 15 so formuliert ist: „Gott hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumpf aus ihnen gemacht in Christus.“

Alle Mächte und Reiche dieser Welt sind begrenzt. Wie viele Machthaber und Weltmächte, die sich oft so prahlerisch ausgaben, sind allein in unserer Generation zerschellt. Ideologien und Parolen, von denen oft Leben zerstörende Kräfte ausgingen, wurden überrollt, sind vergessen. Auch Großkonzerne, die mit ihrer wirtschaftlichen Macht großen Einfluss haben, gehen bankrott.

Daniel musste dem mächtigen babylonischen König Nebukadnezar einmal sagen: „Gott ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand (Daniel 2,21). So ist das bis heute geblieben.

Die Geschichte zeigt mir, dass bei allem Kommen und Vergehen der Mächte,  trotz aller Feindschaft gegen Christus,  Gott im Verborgenen sein Reich baut. Gerade in Zeiten und in Ländern, in denen ein hoher Blutzoll für den Glauben gefordert wird, macht Christus seine Jünger zu standhaften Zeugen, die große Glaubwürdigkeit ausstrahlen und so Menschen für den Glauben gewinnen.

Ein drittes Merkmal ist mir das Buch der Bibel.  Häufig bekämpft, von vielen verlacht, von Kritikern zersetzt. Dennoch ist die Bibel über Jahrtausende erhalten geblieben. Wer die Bibel als Gottes Wort betend liest, der erfährt gerade in Zeiten der Anfechtung und Not, dass eine vergewissernde und schöpferische Kraft von ihr ausgeht.

Mit Recht kann die an Christus glaubende Gemeinde das Lied von Johann Christoph Blumhardt singen:

Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die ganze Welt; denn alles ist nach seines Todes Nacht in seine Hand gestellt. Nachdem am Kreuz er ausgerungen, hat er zum Thron sich aufgeschwungen. Ja, Jesus siegt!

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