/ Wort zum Tag

Kolosser 3,17

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn."

Kolosser 3,17

Mein lieber Paulus, was mutest du mir da zu? Da kann ich ja gleich einpacken. Das schaffe ich nie. Das schafft doch niemand, oder? Bei allem, was ich sage oder tue soll zu erkennen sein, dass ich Christ bin. Das hat doch dann auch ganz viel damit zu tun, wie ich es sage und wie ich es tue. Dabei habe ich es ja noch verhältnismäßig gut. Ich arbeite hauptberuflich in einem christlichen Jugendwerk. Da sagt man vieles im Namen Jesu und man tut auch viel in seinem Namen. Aber selbst da ist es doch so, dass ich diesem hohen Anspruch nicht wirklich gerecht werde, alles im Namen Jesus zu reden und tun. Manchmal rede und tue ich etwas aus meinem Ärger. Oder ich rede und tue etwas in meinem Namen. Wie kann ich im Alltag meines Lebens denn diesem hohen Anspruch ein wenig auf die Spur kommen?

Einige Verse vorher hat Paulus davon gesprochen, was unser Leben bestimmen soll, es ist die Liebe. Nicht irgendeine Liebe, sondern die Liebe, mit der Gott uns liebt und die er durch seinen Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen hat. Diese Liebe soll nun unser ganzes Leben prägen. Diese Liebe will nicht verletzen, nicht mit Worten und auch nicht durch Taten.

Von zwei Dingen soll unser Leben als Christen geprägt sein, von einer tiefen Dankbarkeit und von der Liebe. Beides ist aber nicht so ganz einfach. Es setzt ein großes Vertrauen voraus. Das Vertrauen, dass Gott in jeder Lage bei mir ist und das Beste für mich im Sinn hat. Nur so kann ich schwierige Situationen aushalten und ihnen noch etwas Gutes abgewinnen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht versuchen sollte, so viel wie möglich an meiner Situation zum Besseren zu verändern.

Den Sklaven gebietet Paulus damals ihre Herren zu achten und ihre Arbeit so zu tun, dass sie es letztlich für Jesus tun, aber er rät ihnen auch die Freiheit zu ergreifen, wenn es möglich ist. Gerade für einen Sklaven war es sicher nicht leicht, alles im Namen des Herrn Jesus zu tun. Dennoch lag gerade hier ihr Chance innerlich ganz frei zu sein. Vor Gott sind auch Sklaven freie Menschen.

Vielleicht liegt hier auch der Schlüssel für uns. Paulus will, dass wir immer von der Position aus leben, die Jesus uns verliehen hat. Das hat zu allen Zeiten Menschen eine Freiheit verliehen, selbst wenn sie äußerlich gebunden und eingesperrt waren.

Ich begreife langsam, dass ich das Ganze auch von einer anderen Seite sehen kann. Dann bleibt nicht der erdrückend hohe Anspruch, sondern daraus wird eine große Chance. Jesus hat mir die höchste Stellung gegeben, die es überhaupt gibt, ich bin Kind Gottes. Diese Stellung kann mir niemand nehmen, weder ein Mensch noch eine Aufgabe und sei sie auch noch so gering. Dieses Wissen führt zu einer tiefen Dankbarkeit. So will ich gerne mit meinem ganzen Leben zur Ehre dessen leben, der mir diese Stellung erworben hat, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das wird meine Worte und Werke prägen. Ganz bestimmt.


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