/ Wort zum Tag

Psalm 18,7

Bibelvers

Gott zerbricht die Mauern der Angst.

Psalm 18,7

David, der Psalmsänger, öffnet sein Herz:

„Als ich in Angst war, rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; da hörte er meine Stimme.“

In meinem Büro habe ich ein buntes Bild des Pfarrers Sieger Köder aufgehängt, das mich jeden Tag ermutigt. Da überspringt ein Mitarbeiter Gottes drei große Mauern in dem er sich wie ein Stabhochspringer an einer langen Laterne festhält und hoch über die Mauern springt. Das Licht der Treue Gottes gibt ihm Kraft und Mut zu einem gewaltigen Sprung über die Blockaden des Lebens.

Dieses Bild nimmt die Erfahrung des Psalmsängers auf, der seine Lebenslage schildert und sich nach Gottes Hilfe sehnt.

David, der große König Israels, öffnet ehrlich sein Herz. Es lohnt sich, einmal den gesamten Psalm 18 zu lesen.

David ist von Feinden umgeben, die ihn hassen und die ihm nach dem Leben trachten. Angst bestimmt seinen Alltag. Wo ist Schutz und Hilfe? Wo ist nun der Gott, der mich beauftragt hat, sein Volk zu führen?

Mauern der Angst umgeben sein Leben. Der Boden schwankt und die Gegner meinen es böse mit ihm.

Aus der Dunkelkammer seiner Not wendet er sich an die richtige Adresse - er schreit zu Gott! Er betet. Ganz ehrlich zeigt David seine ausweglose Situation.

Liebe Hörer, auch wir kennen solche Mauern der Angst. Das Wort Angst erinnert schon vom deutschen Wortstamm her an den Begriff: "Enge". Wenn es eng wird bekommen wir Angst. Am deutlichsten spüren dies alle, die mit Platzangst kämpfen.

Eng wird es vielleicht, weil wir nicht wissen, wie wir die Herausforderungen des Tages bewältigen sollen. Angst vor schwierigen Menschen, die uns allen Lebensmut rauben. Angst vor großen Aufgaben, die uns überfordern. Existenzielle Ängste –Beziehungskonflikte - Krankheitsnöte. Die Palette der Angst ist sehr vielschichtig. Vielleicht haben wir uns auch verstrickt in Schuld und Süchte, die jegliche Zuversicht und Freude rauben und unser Leben einengen.

Voller Angst sehen wir kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Angstbeladene Menschen werden auf Dauer krank und verlieren jeglichen Lebensmut.

Deshalb will uns David heute kräftig ermutigen: „Mitten in der Angst schrie ich zu meinem Gott!“

Das ist der richtige Weg, aus dem Dunkel der Ängste herauszufinden. Gott hört unser Gebet! Er hat es versprochen.

Dies bedeutet doch: Gott hat keinen von uns vergessen! Mit Ihm überwinden wir unsre Mauern der Not und der Sorge. Seine Hilfe ist immer stärker als unsre Möglichkeiten.

Dies haben viele glaubende Menschen zu allen Zeiten erlebt. Auch ich habe diese Erfahrung in den letzten Jahren konkret gemacht.

Deshalb lade ich jetzt ein, alle ihre Ängste und Belastungen in einem ehrlichen Gebet vor Gott auszusprechen.

Es gilt auch heute: Der große Gott, unser himmlischer Vater, hört und sieht uns. Mit seiner Hilfe können wir Aufgaben mutig anpacken, neue Schritte wagen, Lebensfreude zurückgewinnen.

Wie David können wir es erleben: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“.

Ich wünsche Ihnen dieses frische Vertrauen des Glaubens: „Er, der lebendigen Gott, holt uns aus der Dunkelkammer unserer Angst heraus. Er macht unsere Finsternis hell!“

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