/ Wort zum Tag

Jeremia 4,3

Bibelvers

Denn so spricht der HERR zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pflüget ein Neues und säet nicht unter die Dornen!

Jeremia 4,3

Haben Sie Probleme mit dem Lesen der Bibel? Das kann verschiedene Ursachen haben. Jemand schrieb einmal an Mark Twain: „Mich beunruhigt so, dass ich in der Bibel so vieles nicht verstehe!“ Twain antwortete: „Mich beunruhigt nicht so sehr, was ich nicht verstehe, sondern das, was ich verstehe!“

Ich meine aber jetzt nicht diese Probleme, wenn wir etwas nicht verstehen. Es gibt noch andere Gründe, die das Bibellesen auch zu einer müden Pflichtübung machen, die nichts mehr verändert. Ein solcher Grund wird uns im heutigen Wort zum Tag genannt. Es steht in Jeremia 4,3: „Pflügt ein Neues und säet nicht unter die Dornen!“

Beim Lesen der Bibel kommt es darauf an, dass wir die Worte in unser Innerstes aufnehmen, wie eine Saat; dass wir sie aufnehmen wie Maria, die die Worte des Engels nicht gleich verstand. Von ihr heißt es: „Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“ Wenn das Wort Gottes nur flüchtig durch unsere Gedanken geistert, wie so viele andere Informationen, von denen wir überschüttet werden, dann hat es keine bleibende Wirkung. Wenn es aber in unser Gedächtnis eindringen und sich dort entfalten kann, dann zeigt das Wort Gottes, was in ihm steckt.

Wie können wir das erleben? Das Wort zum Tag sagt: „Sät nicht unter die Dornen!“ Ein Bauer sät nicht einfach wertvolles Saatgut auf unvorbereitetes Land – das wäre pure Verschwendung. Zuerst bricht er beim Pflügen den Boden auf, damit die Saat eindringen kann. So ist es auch in unserem Leben. Es braucht Vorarbeit, wenn das Wort in unser Innerstes eindringen soll: in unsere Gedanken und Wünsche, unsere Motive und Interessen, unsere Sehnsüchte und Pläne. Beim Pflügen wird die Erde umgedreht. Die alten Stoppeln, das Gras und Unkraut werden untergepflügt. Neue, unbewachsene Erde kommt nach oben, die aufnahmefähig ist für eine neue Saat.

Eine Frau kam an diesen Punkt, als sie merkte: „So kann das nicht weitergehen, so bringt mir das Bibellesen nicht viel!“ Sie wagte es, ihre Not Gott zu klagen und ihn zu fragen, wie sie neue Freude an der Bibel bekommen und die verändernde Kraft dieses Wortes erfahren könnte.

Solche Gebete haben Folgen. Dieser Frau wurde bewusst, dass es in ihrem Leben Rivalen gab, Feinde des Wortes von Gott. Sie durchforstete ihre Lektüre und prüfte, was davon hilfreich und was hinderlich war. Sie trennte sich von einigen Büchern und Zeitschriften und gab der Bibel einen neuen Stellenwert und Platz. Seither erlebt sie erstaunliche Dinge in ihrem eigenen Leben und in ihrer Familie.

Jesus sagt in seinem Gleichnis von der Saat, dass die Menschen Frucht bringen, bei denen das Wort auf gutes, aufnahmebereites Land trifft. Bei ihnen geht die Saat dreißigfach auf, bei manchen sogar sechzigfach oder hundertfach. Sind wir bereit für diese Saat und öffnen wir uns für dieses Wort?
 

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