/ Wort zum Tag

1. Thessalonicher 5,24

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

 Als ich den Bibellabschnitt lese, der mit der Zusage des heutigen Lehrtextes endet, komme ich ins Grübeln. Das ist ja die reinste Moralpredigt! Ob Paulus wusste was er da verlangt? Er mahnt die Christen in Thessaloniki, besonderen Wert auf den Umgang miteinander zu legen:
• Habt euch lieb
• lebt in Frieden
• ermahnt und verwarnt, wenn es nötig ist,
• tröstet und unterstützt die Schwachen,
• seid geduldig miteinander,
• zahlt nicht Böses gegen Böses heim…
• Lasst Gottes Geist in euch wirken
• prüft, was gut ist – und das tut auch….

Paulus schreibt diesen Brief an Männer und Frauen einer christlichen Gemeinde.
Also an Menschen, denen ethische Werte wichtig sind. Ist da eine Moralpredigt überhaupt angebracht? Wissen die nicht längst, was sich gehört und was nicht?

Mir fallen Situationen in unserer christlichen Gemeinde ein. Es ist noch gar nicht lange her, da höre ich, wie sich zwei erwachsene Menschen heftig streiten. „Du hast mir unterstellt….!“ Und dann geht es los mit Vorwürfen. Von Liebe keine Spur!

Oder neulich, als Tratsch und Klatsch die Runde machen. Ob das alles so stimmt, weiß keiner. Und doch, interessant klingt es auf jeden Fall. Also erzähle auch ich es hinter vorgehaltener Hand weiter.

Und als die alte Dame besucht und betreut werden muss, die allein lebt und ins Krankenhaus soll, ist kaum einer da, der hilft. Wo wir doch eigentlich so viele sind.
Besser als die Christen in Thessaloniki sind wir also auch nicht. Da sind Paulus Ermahnungen demzufolge ebenso für uns.
Aber Paulus wäre nicht Paulus, wenn das sein einziges Anliegen ist. Er ermahnt immer auch mit einem Zuspruch. Das hat er von Jesus gelernt, für den die Menschen im Mittelpunkt stehen. Er will, dass es ihnen gut geht und dass sie nicht nur widerwillig irgendwelche Gesetze erfüllen.

Also fragt er auch uns: „An welchen Punkten müsst ihr Gottes Maßstäbe übernehmen? Was kann sich ändern, damit euer Miteinander besser gelingt? Was macht Euch für andere Menschen einladend?“
Und so rät er uns:
„Habt euch lieb und geht friedlich miteinander um. Freut euch, wenn Menschen euch gut beraten. Seid für die Schwachen und Traurigen da und ermutigt sie. Habt ein weites Herz für die, denen nicht gleich alles gelingt. Seht den anderen so, wie ihr von ihm auch gesehen werden wollt. Schaut, was eurer gemeinsamen Sache dient und nicht nur euch selber.
In allem aber bleibt nah bei Jesus. Richtet euer Augenmerk auf IHN. Lasst den Heiligen Geist in euch wirken. Betet gemeinsam, feiert Gottesdienste, bekennt eure Sünden, dankt und lobt Gott. Ihr werdet spüren, wie ihr im Glauben wachst und eurer Miteinander besser gelingt.“

Als Krönung gibt Paulus sowohl den Christen in Thessaloniki als auch uns die Zusage: Wenn ihr so lebt, dann wird Gott zu Euch stehen. ER hat euch in seine Gemeinde berufen und ER wird euch dort bewahren. Selbst wenn es Probleme im Miteinander gibt, Gott verlässt euch nicht!
„Denn ER ist treu, der euch berufen hat! Und ER wird es auch tun!“
 


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