/ Wort zum Tag

Lukas 15,1-2

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und ißt mit ihnen.

Lukas 15,1-2

Am Anfang der Bibel wird u. a. erzählt, wie Adam und Eva, nachdem  sie
„sein wollten wie Gott“,  etwas erleben, was sie vorher
nicht kannten: sie haben Angst vor Gott, ihrem Schöpfer.
Und um einer Begegnung mit ihm auszuweichen verstecken sie sich!
Gott, der den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, der
in Gemeinschaft mit seinem Geschöpf leben will, ruft und sucht ihn nun!
Er findet seine Menschen auch, spricht mit ihnen…aber es ist eben nicht
mehr wie vorher. Die Gemeinschaft ist zerstört, was mit dem Verlassen
des gemeinsamen Lebensraumes im Paradies dokumentiert wird.
Gott aber ist Liebe… und so beginnt er seine große Such- und Heimhol-
aktion für seine geliebten Menschen. Gott ist aber auch Gerechtigkeit,
und darum kann es keine „Ich drück’ mal ein Auge zu“ Aktion sein.
Den Höhepunkt seiner liebevollen Suchaktion als seine Antwort auf unser
Verstecken vor ihm, haben wir vor kurzen – an Weihnachten – gefeiert.
Gott wird in Jesus Mensch, wird wirklich einer von uns.
Er macht sich auf  den Weg, um den Weg der Versöhnung zu bahnen!
Und so lebt Jesus unter den Menschen, als der, der die Verlorenen
im Auftrag Gottes sucht und in die neue Gemeinschaft mit Gott bringen
will und kann. Und zwar alle!
Ein herrliches Angebot Gottes an uns.
Aber was machen wir? Wir meckern, weil uns das so auch nicht passt!
Hören Sie aus Lukas 15, 1-2:
„Allerlei Zöllner und Sünder nahten sich Jesus, um ihn  zu hören.
Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen:
Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.“
Da hatte Jesus noch vor kurzem im Hause eines  vornehmen Pharisäers
am Tisch gesessen, gelehrt und geheilt. Das war schon in Ordnung.
Aber nun dieser Wechsel zu den  Ausgestoßenen der Gesellschaft. Das geht
doch wirklich nicht…, so die Meinung der  Pharisäer und Schriftgelehrten!
Ja, wo gehört Jesus denn nun wirklich hin?
Jesus gehört zuallererst einmal zu Gott, zu seinem Vater!
So hat er sich selbst verstanden und es auch immer wieder gesagt
und auch gelebt!
Weil das so ist, gehört er aber auch ganz zu uns verlorenen Menschen.
Zu allen Menschen, die ja Sünder sind, d.h. von Gott getrennt leben.
Die aber die tiefe Sehnsucht haben, in Gemeinschaft mit ihrem
Schöpfer und Vater zu leben.  Den Weg zurück in diese Gemeinschaft
aber nicht aus eigener Kraft finden und gehen können.
Darum ist Jesus unterwegs und sucht wirklich alle Menschen.
Und er erzählt von der Liebe und Gnade des heiligen Gottes. Er lädt ein
das Angebot der Vergebung anzunehmen, und so wieder in die Lebens-
gemeinschaft mit dem heiligen Gott zurückzukehren.
Und als Zeichen dafür, dass das jetzt  möglich ist, durch ihn möglich ist,
sitzt er mit den Sündern am einem Tisch, isst und trinkt mit ihnen und
erzählt ihnen diese gute Nachricht, lässt sie so etwas von der möglichen
liebevollen Gemeinschaft erfahren, schmecken!
Und es geschieht das Wunderbare: die, die sich vor dem heiligen Gott
wirklich richtig einschätzen, Gottes Maßstab anerkennen, die kommen
in großer Zahl und hören. Hören die Einladung Jesu zur Umkehr.
Und sie kehren um. Nutzen diese großartige Chance des neuen Lebens,
die er ihnen gibt. Ein Grund zu wirklich großer Freude, zu neunen
gemeinsamen Mahlzeiten mit denen, die vielleicht schon etwas
früher umgekehrt sind. 
Wirklich kein Grund zum meckern, sondern zur Freude! 
Und warum meckern dann die „Frommen“ doch, obwohl
im Himmel doch Freude über jeden Sünder ist, der umkehrt? (Lukas 15,7)
Wer weiß – es mag ja unterschiedliche persönliche Gründe geben, aber sie
sind mit Sicherheit nicht stichhaltig – jedenfalls nicht vor Gott!
Ich will mich wieder ganz neu freuen; freuen über diese gute Nachricht Jesu,
die ja auch heute noch gültig ist. Ich will seinen Auftrag an mich, diese gute
Nachricht an andere weiterzugeben, heute und morgen leben. Ich will mich
mit denen, die „am Rande sind“ an einen Tisch setzen, sie mit den Augen Jesu
ansehen, sie so etwas von der guten Nachricht der Liebe Gottes erfahren
lassen und in die Gemeinschaft mit Gott einladen.
 


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